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Die Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock sammelt 30000 Euro für ein neues Fantasia-Zirkuszelt

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Empor-Vorsitzender Jens Gienapp und Sportminister Lorenz Caffier (CDU) reden über Handball und die „sinuskurvenartige“ Entwicklung des SC Empor.

Stadtmitte. Stelzenläufer mit Frack und Zylinder begrüßen die Gäste vor dem Rostocker Rathaus. Die übergroßen Männer gehören zum Zirkus Fantasia, der an diesem Abend auf die Großzügigkeit der Rostocker Kaufmannschaft hofft. Denn die Mitglieder der Jahresköste wollen bei ihrem traditionellen Festmahl gestern im Steigenberger Hotel diesmal für ein neues blau-gelbes Zirkuszelt sammeln – 30000 Euro sollen es werden.

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Die Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock sammelt 30000 Euro für ein neues Fantasia-Zirkuszelt

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Doris Kesselring berichtet

aus der Szene. ☎ 365410

rostalk@ostsee-zeitung.de

Doch bevor Öllermann Jan-Hendrik Brincker (Harms & Steder Gruppe) die 150 Herren im feinen Smoking im benachbarten Steigenberger Hotel zu Tisch bittet, wird noch gemeinsam mit den rund 100 Damen in schicker Abendgarderobe beim Empfang im Rathaus mit Sekt angestoßen. Man kennt sich. Tobias Blömer (Die Rostocker Wurst- & Schinkenspezialitäten GmbH) begrüßt Karola Hackmann (hkc Architekten + Ingenieur-Consult). „Wir machen gemeinsam Geschäfte“, sagt Karola Hackmann lachend. „Sie ist beste Kundin bei unserem Werksverkauf“, reagiert der Rostocker-Chef schmunzelnd. Einige Gläser weiter treffen Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU) und Jens Gienapp (Maklerbüros Engel & Völkers) aufeinander. Ihr Thema: Handball. Die Entwicklung des SC Empor verlaufe ja gerade „sinuskurvenartig“, ärgert der Minister den Empor-Vorsitzenden. Auf die Frage, ob er denn nicht eher auf den FC Hansa stehe, sagt Caffier: „Ich bin breit aufgestellt, von Wasserski bis Handball.“

Das Vorgeplänkel bei der Jahresköste lässt sich gut an. Im Festsaal des Rathauses fordert der Öllermann die Frauen auf, ihre Partner zu ermuntern, sich beim Festmahl mit Ochsenschwanzsuppe und Rippenbraten von der besten Seite zu zeigen, „nämlich großzügig“. Schließlich gehe es darum „ein neues Kleid für Fantasia“ zu finanzieren. Denn im Zirkuszelt, das seit 20 Jahren im Stadthafen steht, gebe es vielfältige integrative Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, die unterstützt werden müssten. Die Damen, die an der Köste nicht teilnehmen dürfen, ziehen weiter ins Penta-Hotel, wo sie von leidenschaftlichen Musikern der Gruppe „Fabula Luna“ erwartet werden. Für die Männer wird es ernst. Ehrengast und Festredner ist in diesem Jahr der Botschafter des Königreichs Dänemark, Friis Arne Petersen . Er spricht die gemeinsame Geschichte der Ostseeregionen an und gute Handelsbeziehungen. „Für Dänemark ist Deutschland zum wichtigsten Handelspartner geworden“, sagt Petersen. Ein guter Anknüpfungspunkt für die Gespräche bei Tisch. Es soll „Fælleskab“ aufkommen. „So nennen es die Dänen – eine gute Stimmung, Gemeinschaft, das richtige Gefühl“, erläutert Brincker. Und „hyggelig“ soll der Abend werden, „gemütlich“. Am Ende kommt eine stolze Summe zusammen: gut 55000 Euro. Das verschlissene Zirkuszelt kann ersetzt werden; auch andere soziale Projekte werden von der Jahresköste profitieren.

Jahresköste

Die Tradition der Jahresköste reicht in Rostock bis ins 14. Jahrhundert zurück. Überliefert ist, dass sich im 16. Jahrhundert Schiffer und Kaufleute nach dem Erntedankfest zum festlichen Gelage trafen, um losgelöst vom Tagesgeschäft ins Gespräch zu kommen. Nach langer Unterbrechung wurde die Köste von Rostocks Bürgermeister Albert Clement 1911 neu initiiert. Als Verein wurde sie 1994 neu gegründet. Ziel ist es, das Ansehen Rostocks über die Region hinaus zu verbessern, soziale und kulturelle Vorhaben zu fördern. Seit 1994 kamen rund 650000 Euro zusammen.

OZ

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