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HMT-Rektorin setzt auf Wachstum

Östliche Altstadt HMT-Rektorin setzt auf Wachstum

Susanne Winnacker startet in zweite Amtszeit / Hochschule soll doppelt so viele Musiklehrer ausbilden wie bisher

Östliche Altstadt. Mehr Professoren, mehr Studenten und eine schönere Cafeteria: Rektorin Susanne Winnacker startet mit vielen Vorhaben in ihre zweiten Amtszeit an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT). Kernstück ist die Lehrerausbildung: Zum Wintersemester 2017/18 soll hier die Zahl der Studenten von derzeit 100 auf 200 verdoppelt werden. Das teilte Susanne Winnacker gestern mit.

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Susanne Winnacker startet in zweite Amtszeit / Hochschule soll doppelt so viele Musiklehrer ausbilden wie bisher

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40 Nationen sind an der HMT vertreten

558 Studenten zählt die Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT) aktuell. Der Anteil ausländischer Studenten beträgt 37 Prozent; es sind 40 Nationen vertreten.

1345 Interessierte haben sich für das Wintersemester auf einen Studienplatz an der HMT beworben. Rund 140 wurden angenommen. Insgesamt gibt es 33 Studiengänge an der Hochschule.

Vom Land kommen dafür 1,4 Millionen Euro. Zwei zusätzliche Professoren-Stellen entstehen, hinzu kommen vier Dozenten. Gleichzeitig soll bis zum Herbst 2017 der Südbalkon zu einem großen Seminarraum umgebaut werden. Kosten: rund 400000 Euro, die im Förderpaket des Landes bereits enthalten sind.

Hintergrund der Offensive: Im Land fehlen an den Grundschulen Musiklehrer. „Hier gibt es große Probleme“, berichtet Dagmar Gatz, Prorektorin der HMT für Studium und Lehre. „Ein hoher Prozentsatz des Unterrichts wird von fachfremden Lehrern erteilt.“ Es solle nun so schnell wie möglich Abhilfe geschaffen werden.

Damit das funktioniert, müsse das Bildungsministerium in Schwerin jedoch den Übergang vom Studium zur Schule erleichtern. „Das klappt bisher nicht“, betont Gatz. Häufig müssten die Studenten ein Jahr und länger warten, ehe sie in Mecklenburg-Vorpommern ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) bekämen. „Weil das Land nicht genug Stellen zur Verfügung stellt.“ Dabei sei das Referendariat Voraussetzung für den Abschluss der Lehrerausbildung.

Auch die Qualität der Lehramtsausbildung soll deutlich steigen. „Wir intensivieren den Praxisbezug“, so Gatz. Bisher seien die Studenten lediglich ein Semester lang für eine Stunde pro Woche in die Schule gegangen. Nun sollen sie sich in zwei Semestern wöchentlich einen ganzen Tag dort ausprobieren. „Dadurch können sie viel eher feststellen, ob es auch ihr Beruf ist.“ Gleichzeitig binde die Hochschule Mentoren, die sich um die Studenten kümmern. Dies fördere die Vernetzung zwischen Hochschule und Praxis. „Da sind wir weiter als die Universitäten Greifswald und Rostock“, so Gatz.

Gleichzeitig soll eine neue Professoren-Stelle für den Studiengang Theaterpädagogik und Darstellendes Spiel geschaffen werden. Hier sei eine Berufung im Frühjahr 2017 geplant. Hintergrund sei, dass Darstellendes Spiel wieder ein Schulfach ist.

Ein weiteres Vorhaben der HMT ist die Renovierung der Cafeteria. 650000 Euro stellt das Land dafür zur Verfügung. Für Rektorin Winnacker längst überfällig: „Unter den derzeitigen Bedingungen ist es fast unmöglich, für ein gutes Essen zu sorgen. Das spottet jeder Beschreibung.“ Baubeginn ist im März. Zum Wintersemester 2017/18 soll die neue Cafeteria fertig sein.

Ausgebaut werden soll auch die Kooperation mit dem Rostocker Volkstheater. Susanne Winnacker spricht von einer „großen Erleichterung“, seitdem Joachim Kümmritz Intendant ist. „Wir loten derzeit Möglichkeiten aus. Es verspricht, wesentlich reibungsloser abzulaufen als bisher“, so Winnacker. Das Theater sei sehr offen für Vorschläge. Geplant sei wieder eine Schauspiel-Premiere im großen Saal.

„Es läuft einfach, ohne dass alles gleich zur Chefsache erklärt wird. Es wird etwas vereinbart und dann findet es statt“, sagt Winnacker. Klaus Häger, Prorektor für künstlerische Praxis, lobt die positive Entwicklung. „Ich bin erpicht darauf, wieder mehr mit dem Volkstheater zusammenzuarbeiten.“

Ein anderes Problem hat Rektorin Winnacker bereits gelöst: So sei die schlechte Bezahlung der rund 220 Lehrbeauftragten an der Hochschule deutlich verbessert worden. Schwankte das Honorar hier vorher zwischen 15 und 38 Euro pro Stunde, werden nun einheitlich 40 Euro plus Fahrtkosten gezahlt. Die früheren massiven Unterschiede bis hin zur Armutsgrenze seien nicht hinnehmbar gewesen. Mit dem jetzigen Honorar sei die HMT im bundesweiten Vergleich im oberen Mittelfeld angesiedelt. Zudem sei es gelungen, mehrere Lehrbeauftragte auf neu gebildete feste Dozentenstellen zu setzen.

André Wornowski

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