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Handwerk boomt: Fünf Prozent mehr Auszubildende

Rostock Handwerk boomt: Fünf Prozent mehr Auszubildende

81 Lehrlinge erhielten bei der gestrigen Freisprechungsfeier ihre Gesellenbriefe / Sieben Absolventen schnitten mit der Note „Gut“ oder „Sehr Gut“ ab

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Unter den sieben besten Lehrlingen sind eine Malerin, zwei Maßschneiderinnen, eine Raumausstatterin und ein Tischler.

Quelle: Lisa Fritsche

Rostock. Laut schallte gestern der Glockenschlag des Ratssyndikus durch die Nikolaikirche. Anlass war die traditionelle Freisprechungsfeier für 81 Gesellen der Kreishandwerkerschaft Rostock- Bad Doberan. Gemeinsam mit ihren Ausbildern, Handwerksmeistern und Familienangehörigen erhielten sie ihre Gesellenbriefe. Sieben Absolventen schnitten dabei mit der Note „Gut“ oder „Sehr Gut“ ab. „Ich freue mich besonders, dass darunter auch fünf Frauen sind“, betont Arnold Fuchs vom Wirtschaftsministerium in seiner Festrede stellvertretend für Staatssekretär Stefan Rudolph, der sich zur Zeit der Feierlichkeiten für Verhandlungen in Russland befand.

Handwerk in der Region

Die Kreishandwerkerschaft

Rostock-Bad Doberan ist die größte der neun Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern.

22 Innungen zählt die Vereinigung mit über 800 Mitgliedern.

3500 Handwerksbetriebe im Raum Rostock-Bad Doberan beschäftigen 15000 Arbeitnehmer.

• Informationen zu Aus- und Weiterbildungen in Rostock und Umgebung gibt es im Internet unter

www.rostock-handwerk.de

Unter den prämierten Gesellen sind Alexa Noak (Maßschneiderin Damen bei Marika Gärtner in Rostock), Sebastian Metzlaff (Metallbauer und Konstruktionstechniker bei Metallbau Ott in Bad Doberan), Susanne Beese (Raumausstatterin bei Eikboom in Rostock), Melanie Ströer (Maßschneiderin Herren bei Eckard Rachow in Rostock), Ernesto Marco Nikita Ilgner (Tischler bei Wirt Tischlerei und Innenausbau in Nienhagen), Bianca Janz (Malerin bei Wolf-Jürgen Thom in Rostock) und Pia Lange (Friseurin bei Fon Nord in Rostock). Doch auch die anderen Jung-Gesellen blicken stolz auf ihre Urkunden. „Ich möchte jetzt erst einmal Erfahrungen sammeln und mich dann vielleicht selbstständig machen“, sagt Friseurin Maria Sophie Zuppa aus Dummerstorf. Sie und Branchen-Kollegin Viktoria Reske haben ihre Jobs bereits sicher. Beide wurden in ihrem Lehrbetrieb übernommen.

„Ich freue mich, dass die Unternehmen eine hohe Übernahmequote anstreben“, sagt Arnold Fuchs. Den Nachwuchs in der Heimat halten – dafür wirbt das Wirtschaftsministerium bei der gestrigen Freisprechungsfeier. „Wir können es uns nicht leisten, dass junge Leute für die Ausbildung unser Land verlassen“, ergänzt Fuchs. Der aktuelle Trend entspricht seinem Anliegen. Im Vergleich zum Vorjahr entschlossen sich 2015 fünf Prozent mehr Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk.

„Alte Tradition und neue Technologien sind eine gute Kombination. Und auch bei der Vergütung haben wir aufgeholt, Leistung lohnt sich“, erklärt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rostock-Doberan Tobias Häfner. Besonders groß sei die Nachfrage nach Berufsausbildungen zum Elektroniker oder zum Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima. In anderen Handwerksbereichen gebe es jedoch Nachholbedarf. „Für die Lehre zum Bäcker beispielsweise gibt es nur wenige Bewerbungen“, erklärt Katrin Steinfurth, Verantwortliche für das Gesellenprüfungswesen.

Konkrete Zahlen kenne sie zwar nicht, doch es hätten nur wenige Lehrlinge in diesem Prüfungszeitraum nicht bestanden. „Sie haben dann im Winter eine neue Chance“, meint Steinfurth.

Lisa Fritsche

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