Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Hansaviertel wird zum Zentrum für Wissenschaftler

Hansaviertel Hansaviertel wird zum Zentrum für Wissenschaftler

Lufa und Uni–Medizin wollen Forschungseinrichtungen und Wohnungen bauen

Voriger Artikel
Sturmtief „Thomas“ bringt orkanartige Böen nach MV
Nächster Artikel
Protest verzögert Baumfällung

Hansaviertel. Vierter Anlauf innerhalb eines Dreivierteljahres: Nun kann das Sondergebiet Ernst-Heydemann-Straße endlich kommen. Der Weg für eine Entscheidung in der Bürgerschaft ist frei, denn der Bau- und Planungsausschuss der Hansestadt hat gestern grünes Licht für die Aufstellung eines B-Planes gegeben. In dem Sondergebiet sollen sich Forschungseinrichtungen ansiedeln können, es soll mehr Platz für Kita-Kinder geschaffen werden. Im Gespräch sind zudem Wohnungen für Studenten und eine Parkanlage.

OZ-Bild

Lufa und Uni–Medizin wollen Forschungseinrichtungen und Wohnungen bauen

Zur Bildergalerie

„Prinzipiell ist das Grundstück unsere perspektivische Entwicklungsfläche für die bauliche Ausweitung mitten im Stadtgebiet“, sagt Harald Jeguschke, Kaufmännischer Vorstand der Uni-Medizin Rostock.

Ob auf dem Areal auch Labor- und Forschungsgebäude der Uni-Medizin entstehen sollen, sei noch nicht festgelegt. Aber: Mit dem neuen B-Plan könnten wir unser Vorhaben weiterverfolgen, die Kita auszubauen und um eine Grundschule zu erweitern“, sagt Jeguschke. „Solange das Verfahren läuft und uns dessen Ergebnis nicht vorliegt, kann unsererseits noch keine konkrete Planung erfolgen“, sagt Henrike Thaut, Sprecherin des Instituts Lernen und Leben (ILL), das die Kita „Gewächshaus“ betreibt. Es habe aber schon Gespräche mit der Uni-Medizin zu Ideen und Möglichkeiten gegeben, „wie eine erweiterte Kindertagesbetreuung gestaltet werden könnte“, sagt die ILL-Sprecherin.

„Wir erhalten außerdem die Möglichkeit, eine für uns wichtige Wohnbebauung für Studenten, Wissenschaftler und neue Mitarbeiter zu schaffen“, sagt Jeguschke. Nach Angaben des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft sollen Wohnungen im südlichen Teil des neuen Sondergebiets entstehen. Die Kosten für Planung und Gutachten übernimmt die Uni, „da sie von der Schaffung von Baurecht auf den betreffenden Flächen profitieren wird“, heißt es aus dem Rathaus.

Rostock soll der zentrale Standort für Forschung und Wissenschaft im Ostseeraum werden. So steht es in der Wissenschaftskonzeption der Hansestadt. Dazu brauchen Institute und Einrichtungen Platz – und der ist in Rostock bekanntlich knapp. Das Gebiet sei potenzielle Entwicklungsfläche für Wissenschaft. Diese Flächenausweisung stehe in funktionalem Zusammenhang mit den angrenzenden Uni-Kliniken und vorhandenen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, so das Planungsamt.

Das Sondergebiet eignet sich demnach wegen der Nähe zur Uni-Medizin gut als Standort. „Diese räumliche Nähe bietet den qualitativen Vorteil, dass Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Institutionen und Firmen aufgebaut oder verbessert werden können“, teilt die Stadt mit. Zudem soll auf der Schafswiese ein Parkhaus entstehen, sobald Rettungshubschrauber nicht mehr dort, sondern auf dem Dach des neuen Zentralgebäudes an der Schillingallee landen.

Die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa) bekäme neue Nachbarn. Sie hat ihren Sitz in der Graf-Lippe-Straße. Geschäftsführer Berthold Majerus sagt außerdem: „Wir denken über eine Erweiterung nach.“ Die Organische Chemie könnte zusammengelegt werden, „um die Arbeit effizienter zu gestalten“, sagt Majerus. Nach einem Disput mit der Uni-Medizin um einen Parkplatz, „würde ich uns als gute Nachbarn bezeichnen“, meint der Lufa-Chef.

Der Ortsbeirat musste auf seiner gestrigen Sitzung nicht mehr beraten, nachdem CDU und UFR einen Änderungsantrag zu klaren Gebietsgrenzen zurückgezogen hatten. Die gewünschte Grundschule soll es aber doch nicht geben. Ralph Müller, Leiter des Stadtplanungsamtes sagt, „dass statt der zunächst geplanten Schule südöstlich von der Kita studentische Wohnungen gebaut werden sollen“. Am Platz der Jugend soll eine Grünfläche mit Parkcharakter angelegt werden.

Ob nun gebaut werden kann, hängt auch von Gutachten ab, denn wegen der „Struktur des Plangebietes kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Lebensraum geschützter Arten betroffen ist“, so das Amt für Stadtentwicklung.

Uni-Medizin baut bereits im Stadtteil

130 Millionen Euro kostet das neue Zentralgebäude an der Schillingallee wenigstens, das die Uni-Medizin gerade bauen lässt.

Das Zentralgebäude soll neben der Notaufnahme den neuen Eingang für Besucher und Patienten bilden. Auch die Radiologie und die Labore der Klinik ziehen in das 17 Meter hohe und 27700 Quadratmeter große Gebäude ein. Auf dem Dach wird ein Landeplatz für Rettungshubschrauber entstehen.

Philip Schülermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Dramatischer Rückgang
Wissenschaftler des deutschen Alfred-Wegener-Instituts in der Nähe der Forschungsstation Kings Bay auf Spitzbergen.

Die von Meereis bedeckten Flächen der Arktis und der Antarktis waren im Januar so klein wie nie zuvor in diesem Monat seit Beginn der Messungen 1979. Das teilte die US-Klimabehörde NOAA mit.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Nienhagen: Neuer Parcours muss weg

Die Anlage wurde ohne Genehmigung errichtet / Geräte stehen zu dicht an Kliffkante