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Hansestadt erlaubt Straßenmusik im Halb-Stunden-Takt

Rostock/Binz Hansestadt erlaubt Straßenmusik im Halb-Stunden-Takt

Das Rostocker Rathaus lockert nach Protesten das Verbot für die Künstler unter freiem Himmel mit neuen Spielregeln: eine zeitliche Begrenzung und maximal 80 Dezibel sollen Beschwerden von Anwohnern verhindern. Probleme gibt es auch in Binz.

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Erfolgreicher Protest: Rostocks Straßenmusiker dürfen wieder spielen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock/Binz. Die Musik kehrt zurück in die Rostocker Innenstadt: Nach massiven Protesten von Künstlern und Bürgern will die Hansestadt ihre strengen Regeln für Straßenmusiker lockern. Ein generelles Verbot besonders lauter Instrumente in der Innenstadt ist vom Tisch, auch Gruppen sollen wieder in den Fußgängerzonen auftreten dürfen – weiterhin allerdings nur unter bestimmten Regeln. Ordnungssenator Chris Müller (SPD) bestätigte auf OZ-Anfrage, dass Verwaltung, Händler und die „Initiative für Straßenmusik“ einen entsprechenden Kompromiss erarbeitet hätten.

Hintergrund: Im November hatte die Hansestadt mit einer neuen Verfügung zur Straßenmusik für Aufsehen gesorgt. Weil sich wiederholt Anwohner und Einzelhändler über die Dauerbeschallung beschwert hatten, verbot Rostock besonders laute Instrumente wie Posaunen, Trompeten und Trommel sowie die Auftritte von Gesangsgruppen generell. Doch dagegen gab es Protest – von Künstlern, Betroffenen und auch Ortsbeiräten.

Senator Müller stellt Kompromiss vor

In den kommenden Tagen will Müller den Gremien der Hansestadt nun überarbeitete Spielregeln vorlegen: „Wir haben einen Kompromiss gefunden, der für alle Seiten – die Stadt und Musiker, Anwohner und Händler – tragbar sein dürfte.“ Wichtigste Neuerung: Musik ist nur noch in den ersten 30 Minuten jeder Stunde gestattet. Heißt: Zwischen 15 und 15.30 Uhr darf gespielt werden, zwischen 15.31 und 15.59 Uhr müssen die Musiker schweigen. Und: 80 Dezibel dürfen nicht überschritten werden. Der Ordnungsdienst der Stadt soll das auch kontrollieren.

Sämtliche neue Regelungen sollen für die Kröpeliner Straße, den Neuen Markt sowie die Promenade, Am Strom und den Kirchplatz in Warnemünde gelten. Müller betont: „Es ging uns nie darum, Musik komplett zu unterbinden. Wir wollen nur Anwohner vor einer Dauerbeschallung schützen.“

Von der Initiative Straßenmusik heißt es: „Es gab gemeinsame Beratungen. Wir warten jetzt ab, dass die Ergebnisse in Schriftform vorliegen. Die 30-Minuten-Regel halten wir und die Straßenmusik-Szene nach wie vor für untragbar“, so Sprecher Steffen Wiechmann.

Rügener Ostseebad verordnet regelmäßige Standortwechsel

Probleme mit der Musik auf der Straße gibt es indes nicht nur in der Hansestadt: „Auch bei uns gibt es immer mal wieder Beschwerden“, sagt Steffi Michalski, Leiterin des Ordnungsamts in Binz auf Rügen. In dem Ostseebad gelte daher: Musiziert werden darf nur ohne Verstärker und nach einer halben Stunde müssen die Künstler den Standort wechseln.

Keinen Grund für Einschränkungen sehen hingegen die anderen großen Städte im Land: In Wismar, Greifswald und Stralsund darf weiter frei musiziert werden. „Bei uns gibt es keine Probleme“, so Greifswalds Stadtsprecherin Andrea Reimann. In Boltenhagen sind Laierkasten-Spieler und Co. kein Problem, dafür gibt es Streit um den Kurpark: Nachdem ein Anwohner geklagt hatte, dürfen dort nur noch zehn Veranstaltungen pro Jahr stattfinden.

Andreas Meyer

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