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Haus „Hoffnung“ ist keine Aufbewahrungsstelle

Roggentin Haus „Hoffnung“ ist keine Aufbewahrungsstelle

In die Roggentiner Tagespflege kommen seit vier Monaten regelmäßig 14 Gäste / Das Gemeinschaftsprogramm reicht von Musik bis Sport

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Wenn Dorette Wasilewsky (l.) und die Tagespflegechefin Karin Köhn beim Kaffee ins Schwatzen kommen, gibt es kein Ende. FOTOS (2): JÜRGEN FALKENBERG

Roggentin. Seit 1994 betreibt Karin Köhn (60) ihren ambulanten Pflegedienst im Einzugsbereich zwischen Dierkow und Kösterbeck. „Bei unserer Arbeit erleben wir, dass immer mehr hilfsbedürftige Menschen vereinsamen“, hat die gelernte Krankenschwester und Hebamme festgestellt.

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In die Roggentiner Tagespflege kommen seit vier Monaten regelmäßig 14 Gäste / Das Gemeinschaftsprogramm reicht von Musik bis Sport

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Dorette Wasilewsky (82) wohnt im neuen Campus des Vereins „Auf der Tenne“ in Roggentin. „Ich gehe jeden Tag in das Haus ,Hoffnung’ in der Neu Roggentiner Straße, denn ich brauche Gesellschaft“, sagt sie.

Haus „Hoffnung“? Karin Köhn schuf dieses Haus zur Tagespflege, „damit Menschen ohne Ansprechpartner in froher Gemeinschaft Hilfe und Respekt erhalten“, wie sie sagt. Doch vor dem Start im Juni gab es viel Arbeit.

Ein Künstlerhaus wurde in neun Monaten umgebaut. „Wir hatten einen guten Bauleiter und gute Firmen“, schaut Karin Köhn zurück. Dach, Fassade, Fußböden, Fenster: Alles wurde erneuert. Ein Ausstellungsraum wurde Beschäftigungsraum. Eine Küche entstand, denn die vier täglichen Mahlzeiten werden selbst zubereitet. Büros für den Pflegedienst wurden eingerichtet. Zu den Außenanlagen gehört auch ein Back- und Räucherofen. Es gibt große Fensterfronten und weite Wände, die für Ausstellungen geeignet sind. So sind seit Oktober viele Bilder der Malerin Annelies Stürzekarn zu sehen. „Wir sind ein offenes Haus. Besucher sind willkommen“, sagt die Hausherrin. Zur Zeit kommen 14 Gäste, die von vier Mitarbeiterinnen betreut werden. „Wir können 25 Gäste aufnehmen, die von 8 bis 16 Uhr bei uns bleiben“, sagt Karin Köhn. Irene Rückel, Krankenschwester, betreut die Gäste, denn sie sollen Beschäftigung haben und ihre Mobilität erhalten. So schmunzelt Dorette über ihren Nachbarn Ulrich Weiemann (87), einst Lehrer. „Er ist der ,Mensch-ärgere-dich-nicht-König’“, sagt sie. Es wird Sport getrieben und spazieren gegangen. Eine Bibliothek und ein Musikzimmer sind vorhanden. Nicht nur zu Geburtstagen wird gesungen. Karin Köhn gibt den Ton an. Sie singt, bläst Trompete und spielt die Tischharfe. Freude kommt auf, wenn sie ihre Drehorgel, modernisiert mit 600 Musikstücken, in Gang setzt.

„Wir wollen im Haus ,Hoffnung’ unseren Gästen helfen, lange selbstständig zu bleiben. Wir brauchen noch Mitarbeiterinnen, die mit Herzblut dabei sind“, sagt Karin Köhn.

Jürgen Falkenberg

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