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Hauseinbrüche und Diebstähle nehmen im Landkreis zu

GÜSTROW Hauseinbrüche und Diebstähle nehmen im Landkreis zu

Die Kriminalität im Landkreis Rostock geht zurück. Wie die Polizeiinspektion Güstrow mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 11403 Straftaten verübt — 2012 waren es noch 14000.

Güstrow. Die Kriminalität im Landkreis Rostock geht zurück. Wie die Polizeiinspektion Güstrow mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 11403 Straftaten verübt — 2012 waren es noch 14000.

Allerdings ist die Anzahl der Diebstähle und Einbrüche gestiegen. So setzt sich die Einbruchserie in Einfamilienhäuser östlich von Rostock auch in diesem Jahr fort. Über 80 Einbrüche wurden bislang unter anderem in Rövershagen und Bentwisch entlang der Bundesstraße 105 gezählt.

„Die Ermittlungen hierzu dauern an“, sagt Polizeisprecher Gert Frahm, daher seien sie noch nicht in die Statistik aufgenommen. Im Landkreis Rostock gab es insgesamt 186 Wohnungseinbrüche, davon 75 zur Tageszeit. Nur jeder vierte Einbruch, 24,7 Prozent, konnte bisher aufgeklärt werden.

Bei den gestiegenen Diebstählen sind häufig Fahrräder und Autos betroffen. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 58,7 Prozent.

Darunter fallen jedoch nicht die Tresordiebstähle, die 2015 für Aufregung sorgten — und auch dieses Jahr wieder die Polizei beschäftigen. Die Diebstähle waren mit Einbrüchen in Firmen und Hotels verbunden, von denen es im vergangenen Jahr 339 Fälle gab. Unter anderem entwendeten Diebe Tresore aus dem Gemeindehaus in Rerik, der Median-Klinik in Heiligendamm, mehreren Hotels in Kühlungsborn sowie der Doberaner Friedhofsverwaltung.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist die Anzahl der Diebstähle im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent auf 4517 Fälle angestiegen. Vor allem in und um Güstrow und im Küstenbereich westlich von Rostock schlugen die Täter zu. Unter anderem wurden immer wieder Autoaufbrüche im Seeheilbad Heiligendamm und im Ostseebad Kühlungsborn gemeldet. Oftmals wurden hier die Scheiben eingeschlagen und Wertsachen vom Beifahrer- oder Rücksitz gestohlen.

4639 Straftäter hat die Polizei im vergangenen Jahr ermittelt. Der Anteil der Straftaten, die von Tatverdächtigen unter 21 Jahren begangen wurden, liegt bei 16,3 Prozent Verringert hat sich die Anzahl der Tatverdächtigen bis 18 Jahre. Hier sei häufig wegen Diebstahls, Körperverletzung oder Sachbeschädigung ermittelt worden, teilt Gert Frahm mit.

Von den 4693 ermittelten Straftätern sind 464 nicht deutscher Herkunft. 2014 waren es 386. Das entspricht einem Anteil von 9,9 Prozent.

Von Anja Levien

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