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Helfer aus ganz Deutschland machen die Heide noch grüner

Wiethagen Helfer aus ganz Deutschland machen die Heide noch grüner

Ehrenamtler forsten den Wald auf – und lernen, wie wichtig er für Rostocks Wasser ist

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Belinda Bäßler und Christian Schnack pflanzen bei Wiethagen ehrenamtlich junge Eichen für die Rostocker Heide.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Wiethagen. Sie wollen Gutes tun – in und für die Natur. Und davon profitiert zum vierten Mal auch die Hansestadt: 40 Ehrenamtler des Vereins Bergwaldprojekt sind seit Tagen in der Rostocker Heide im Einsatz, um den Stadtforst noch grüner, sauberer und für Besucher erlebbarer zu machen.

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Ehrenamtler forsten den Wald auf – und lernen, wie wichtig er für Rostocks Wasser ist

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Gute Geschäfte im Rostocker Stadtforst

787497 Euro verdiente die Stadtkasse im Jahr 2015 allein mit dem Verkauf von Holz aus den Rostocker Wäldern.

39000 Euro brachte dem Stadtforstamt der Verkauf von Delikatessen ein – von

Hirschen, Rehen und Wildschweinen.

Die Naturschutzorganisation Bergwaldprojekt wurde Ende der 1980er Jahre in der Schweiz gegründet und ist in sechs Ländern aktiv. Die Idee: Freiwillige Helfer arbeiten jeweils eine Woche lang in den Wäldern, um sie zu schützen. Allein in der Rostocker Heide haben die Ehrenamtler in den vergangenen zwei Wochen fast 500 neue Bäume gepflanzt. „Vor allem Eichen“, sagt Sven Ahrens, Leiter des Forstreviers Wiethagen. Damit nicht genug: Bei Markgrafenheide bauten die Helfer eine neue Brücke über den Moorkanal – damit Einheimische und Touristen wieder auf kurzem Weg in die Heide gelangen können. Die alte Querung war marode. Die Helfer rissen alte Wildschutz-Zäune ab, sammelten Müll und pflegten Heide-Flächen, auf denen seltene Reptilien leben. „Das sind zum Teil sehr aufwändige Arbeiten“, so Ahrens. Und es sind Arbeiten, zu denen die nur 16 Außendienstler des Forstamtes zeitlich gar nicht mehr kommen würden. „Die Männer und Frauen leisten mit ihrem persönlichen Einsatz einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Rostocker Heide“, sagt Forstamtsleiter Jörg Harmuth.

Bei den Arbeitseinsätzen des Bergwaldprojektes – in Deutschland sind rund 2000 Freiwillige in diesem Jahr an 47 Standorten aktiv – geht es nicht nur darum, die Förster zu entlasten: „Es geht auch um Bildung“, sagt Revierförster Ahrens. Und Matthäus Holleschovsky – der Forstingenieur aus Sonthofen im Allgäu ist der Projektleiter beim Arbeitseinsatz in der Hansestadt – ergänzt: „Wir wollen den Teilnehmern den Wald erklären – und verdeutlichen, wie wichtig dieses Ökosystem für uns Menschen ist.“ Die Rostocker Heide zum Beispiel sei mehr als „nur“ ein Erholungsgebiet. Und die Bäume filtern auch nicht nur die Luft: „Der Wald sorgt auch für sauberes Trinkwasser“, so Holleschovsky. Denn im Bereich der Heide liegen einige wichtige Grundwasser-Speicher. „Bäume und Waldboden filtern das Wasser.“ Förster Ahrens ergänzt: „Und der Wald sorgt dafür, dass Wind und Sturm nicht den Boden an der Küste abtragen können.“

Sieben Stunden pro Tag arbeiten die Freiwilligen im Wald. Nachts wird in Zelten geschlafen. Eine entbehrungsreiche Zeit: „Klar, die Arbeit ist anstrengend. Aber wir dürfen in wunderschöner Landschaft etwas Sinnvolles machen – und haben den Strand vor der Haustür“ , schwärmt Belinda Bäßler aus der Lutherstadt Wittenberge. „Abends sitzen wir am Lagerfeuer, reden, spielen Gitarre.“ Auch Christian Schnack – er wohnt in Berlin und hat gerade sein Studium beendet – schwärmt vom Projekt: „Das ist eine gute Zeit.“ Im Harz hat er schon geholfen, auch im Schwarzwald. Aber am Schönsten sei in der Rostocker Heide.

• Online: www.bergwaldprojekt.de

Andreas Meyer

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