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Hightech und Qualität: Stadt wirbt für „Made in Rostock“

Stadtmitte Hightech und Qualität: Stadt wirbt für „Made in Rostock“

88 Plakate sollen bis Ende April auf Exportstandort aufmerksam machen

Stadtmitte. Krane von Liebherr stehen in der ganzen Welt, Windräder von Nordex produzieren in vielen Ländern Strom und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche tummeln sich auf zahlreichen Märkten. „Vielen Rostockern ist gar nicht bewusst, dass Unternehmen hier für den Weltmarkt produzieren“, sagt Christian Weiß, Geschäftsführer von Rostock Business. Das soll sich ändern. Die städtischen Wirtschaftsförderer starteten deshalb die Plakatkampagne „Made in Rostock“.

 

OZ-Bild

Christian Weiß (l.), Chef von Rostock Business, und Oberbürgermeister Roland Methling wollen den Rostockern zeigen, dass erfolgreiche Unternehmen der Stadt weltweit aktiv sind.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Drei Motive sind bis zum 25. April an 88 Orten über das Stadtgebiet verteilt zu sehen. „Wir müssen auf Rostock aufmerksam machen“, erklärt auch Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Drei Wachstumsbranchen wurden für die Kampagne hervorgehoben. Neben der maritimen Industrie und der Windkraft ist das auch die Gesundheitswirtschaft. Der Stent-Hersteller Cortronik oder das Diagnostik-Unternehmen Centogene exportieren ihre Produkte und Dienstleistungen beispielsweise nach Australien, Kanada und Brasilien, berichtet Rostock Business. „Diese Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und machen unsere Stadt durch weltweite Geschäftsbeziehungen international bekannt sowie noch attraktiver für neue Einwohner und weitere Investoren“, erläutert Christian Weiß.

Für Oberbürgermeister Roland Methling ist wichtig, immer wieder die Vorteile Rostocks als Wirtschaftsstandort zu betonen. „Unternehmer müssen sich hier uneingeschränkt gut aufgehoben fühlen.“ Dafür würden Stadtverwaltung und Rostock Business alles tun. Wenn der indische Botschafter den indischen Windkraft-Entwickler Suzlon besucht und dann in Rostock beim Besuch einer Sportveranstaltung mit Applaus empfangen werde, bleibe ein positives Bild, berichtet Roland Methling.

Im Ansiedlungswettbewerb auch um ausländische Unternehmen steht Rostock immer wieder in Konkurrenz zu anderen Städten – so wie aktuell bei der Ansiedlung des japanischen Lokomotivenherstellers Toshiba mit Kiel. Zwar sei in der Hauptstadt Schleswig-Holsteins schon der Sieg verkündet worden, OB Methling sieht Rostock aber noch lange nicht aus dem Rennen.

Im Export der hiesigen Wirtschaft sieht Christian Weiß noch „Luft nach oben“. Die Geschäfte auf den Weltmärkten müssten die Unternehmen jedoch selber machen. Aufholbedarf sieht auch die Industrie- und Handelskammer (IHK). „Mit einem Anteil von unter ein Prozent an den gesamtdeutschen Exporten – bei etwa zwei Prozent Bevölkerungsanteil – ist Mecklenburg-Vorpommern außenwirtschaftlich nach wie vor vergleichsweise schwach aufgestellt“, sagt der zuständige IHK-Geschäftsführer Peter Volkmann.

Die Kampagne von Rostock Business sei daher zu zu begrüßen, da sie öffentlich die Aufmerksamkeit auf das Thema Export lenke. „Die hiesigen Unternehmen haben gute Chancen auf internationalen Märkten – sie müssen diese weiter erkennen und nutzen“, so Peter Volkmann. Dabei biete die IHK zu Rostock Rat und praktische Unterstützung bei der Abwicklung der Außenwirtschaftsgeschäfte wie auch bei der Erschließung neuer Märkte an.

MV im Exportminus – gegen den Bundestrend

7,2 Milliarden Euro betrug 2016 laut Industrie- und Handelskammer (IHK) der Wert der aus Mecklenburg-Vorpommern exportierten Waren. Im Vergleich zum Jahr 2015 seien die Exporte gegen den Bundestrend (+ 1,1 Prozent) mit minus 9,4 Prozent zwar kräftig zurückgegangen, dennoch liege der Exportwert 2016 „sehr deutlich über dem mehrjährigen Durchschnitt und markiert ein für die Wirtschaft im Land immer noch respektables Ergebnis“. Die Top-15-Exportländer sind die Niederlande, Polen, Saudi-Arabien, Großbritannien, Dänemark, Frankreich, die Türkei, Schweden, China, Italien, die USA, Spanien, Österreich,   Finnland und der Iran.

Thomas Niebuhr

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