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Hoch hinaus: Wiro verpasst Wohnblöcken eine Extra-Etage

Rostock-Südstadt Hoch hinaus: Wiro verpasst Wohnblöcken eine Extra-Etage

Zwei Plattenbauten in der Südstadt bekommen zusätzliche Etage / 1000 Quadratmeter Wohnfläche sollen dadurch geschaffen werden / Baustart: Frühjahr 2017

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Eine Etage extra und Aufzüge an der Fassade: So soll der Block Majakowskistraße 34 bis 37 Ende 2017 aussehen. Virtualisierung: Wiro

Rostock-Südstadt. Wer in Rostock ein Heim zur Miete sucht, den dürfte dieses Himmelsfahrtkommando freuen: Die Stadt braucht neue Wohnungen, doch Bauland ist knapp und teuer. Vor allem in begehrten Stadtteilen. Deshalb will die Wohnungsgesellschaft Wiro jetzt nach oben bauen und setzt beim Plattenbau einen drauf: Zwei Viergeschosser in der Südstadt sollen eine fünfte Etage bekommen. Damit schafft die Wiro knapp 1000 Quadratmeter neue Wohnfläche. Um je einen Stock in die Höhe wachsen werden die Blöcke Majakowskistraße 34 bis 37 sowie Lomonossowstraße 17 bis 20. „Wir wollen im kommenden Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen“, kündigt Wiro-Sprecher Carsten Klehn an.

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Zwei Plattenbauten in der Südstadt bekommen zusätzliche Etage / 1000 Quadratmeter Wohnfläche sollen dadurch geschaffen werden / Baustart: Frühjahr 2017

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1000 Quadratmeter Wohnfläche extra soll die Aufstockung zweier Viergeschosser in der Südstadt bringen. Die Wohnungsgesellschaft Wiro will die Blöcke Majakowskistraße 34 bis 37 und

Lomonossowstraße 17 bis 20

um eine fünfte Etage ergänzen.

Mit der Aufstockung geht die Wiro neue Wege. Zum ersten Mal setzt das Unternehmen Wohnhäusern eine Extra-Etage auf. Zwölf Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern sollen entstehen. „Das ist vielleicht nicht viel, aber angesichts des großen Wohnungsbedarfs in der Stadt helfen auch solche kleinen Projekte“, betont Klehn. Deshalb baue die Wiro auch leer stehende Ladenlokale und ausgediente Arztpraxen – etwa in Toitenwinkel – zu Mietwohnungen um.

Eine sechsstellige Summe gibt die Wiro für das Südstadt-Projekt aus. Das Geld fließt nur zum Teil in die Aufbauten. Zeitgleich werden an den beiden Blöcken je vier Außenaufzüge montiert – einer pro Aufgang. Davon profitieren vor allem die künftigen Mieter. Wer im fünften Stock einzieht, kommt ohne Stufensteigen in die Wohnung. Auf den restlichen Etagen halten die Aufzüge auf halber Treppe. „Das ist baulich nicht anders lösbar. Sonst müssten wir erst die Treppenhäuser komplett rausreißen“, erklärt Klehn. Stattdessen will die Wiro die Hausflure aufhübschen. Auch die Fassaden und Elektrosteigleitungen sollen erneuert werden. Bis Ende 2017 sollen alle Vorhaben erledigt sein.

Die jetzigen Mieter hätten durch die Bauarbeiten kaum Einschränkungen zu befürchten, sagt Carsten Klehn. Wer sich doch gestört fühlt, kann sich ans Kundencenter wenden und versuchen – je nach Grad seiner Beeinträchtigung – eine Mietminderung zu erwirken. Klehn hofft jedoch auf Verständnis. „Wenn’s Probleme geben sollte, finden wir eine Lösung.“

Für die Aufstock-Premiere hat sich die Wiro bewusst die beiden Viergeschosser in der Südstadt ausgeguckt. Die Plattenbauten aus den 1960er Jahren bringen genug Tragkraft mit, um einen Extra-Stock zu schultern. Außerdem werde durch die Aufbauten die Struktur des Wohnquartieres nicht verändert, lobt Wiro-Architekt Thomas Dürre die Entwürfe seiner Berufskollegen von „Hass + Briese“. Die Rostocker Architekten haben die neuen Wohnungen mit großzügigen, gradlinigen Grundrissen und Loggien geplant. Bevor die auf die Häuser kommen, müssen deren Dächer runter. Zumindest teilweise. Danach wird ein neuer Fußboden eingezogen, auf denen dann aufgebaut wird. „An der Hausstruktur verändern wir nichst“, erklärt Carsten Klehn.

Weil es die jetzigen Mieter der beiden Blöcke durch die neuen Aufzüge künftig bequemer haben, müssen sie etwas mehr zahlen. Die Wiro legt die Fahrstuhl-Kosten auf die Miete um. „In erträglichem Maße“, verspricht Klehn.

Der Aufstockung in der Südstadt könnten weitere folgen. „Wir wollen sehen, wie das angenommen wird, und dann entscheiden, ob und wo ähnliche Projekte möglich wären“, sagt Klehn.

Antje Bernstein

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