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Hochhaus für Lütten Klein: Ortsbeirat ist noch skeptisch

Lütten Klein Hochhaus für Lütten Klein: Ortsbeirat ist noch skeptisch

Die WG Union will in Lütten Klein hoch hinaus – und plant für 40 Millionen Euro ein neues Hochhaus mit 140 Wohnungen. 22 Etagen sollen es am Ende werden. Mehr geht nicht: „Aus Brandschutzgründen.

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Blick auf die Petersburger Straße: In direkter Nachbarschaft zum Warnow-Center soll das Hochhaus gebaut werden. Entwurf: Inros Lackner / WG Union

Lütten Klein. Die WG Union will in Lütten Klein hoch hinaus – und plant für 40 Millionen Euro ein neues Hochhaus mit 140 Wohnungen. 22 Etagen sollen es am Ende werden.

Mehr geht nicht: „Aus Brandschutzgründen. Die Feuerwehr hat keine Leitern, die höher hinausreichen“, sagt Volker Fritz, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft. Auf den ersten Blick erinnert der Bau stark an das Wiro-Hochhaus an der August-Bebel-Straße.

Statt mehrerer Wohnblöcke ein Hochhaus zu bauen, habe aus Sicht der Wohnungsgesellschaft gleich mehrere Vorteile: „Wir sparen Platz. Wir brauchen für einen Turm samt überirdischem Parkhaus nur 5000 bis 6000 Quadratmeter Grundfläche. Das restliche Areal könnte ein Park werden. Und: Wir können günstiger kalkulieren.“ In den vorherigen Planungen war von Kaltmieten um die zwölf Euro pro Quadratmeter die Rede. „In dem Hochhaus würden wir unter zehn Euro bleiben. Denn jede Miete über 7,50 Euro ist in Lütten Klein Wagnis“, so Fritz. 2017 will er anfangen zu bauen. „Die Stadt muss sich entscheiden: Will sie bezahlbaren Wohnraum in Lütten Klein und zugleich einen Schandfleck beseitigen, dann bleibt nur ein Hochhaus.“

Der Ortsbeirat reagiert zunächst skeptisch, will aber heute erstmals über das Vorhaben beraten. „Mein Bauchgefühl sagt, ein solches Hochhaus ist zu groß und wuchtig für diesen exponierten Platz im Zentrum des Stadtteils“, so Ortsbeiratschefin Gabriele Bolz (CDU). „Ich habe mir dort etwas anderes vorgestellt. Wir sind einer der ältesten Stadtteile Rostocks. Ob ein Hochhaus für die Senioren reizvoll ist, weiß ich nicht.“ Heute soll erstmals über die Pläne der WG Union beraten werden. „Ich will mir erst mal anhören, was die Planer genau wollen“, sagt Lisa Schröder (SPD). Für Karsten Kolbe (Linke) ist das Geld das entscheidende Kriterium: „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum an der Stelle.“ Noch wisse Kolbe aber zu wenig über das Projekt, um „Ja“ oder „Nein“ zu sagen. „Fakt ist aber, es muss dort was passieren. Der Schandfleck jedenfalls ist uns allen ein Dorn im Auge.“

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