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Hunderte Einsatzkräfte üben Ernstfall auf dem Rollfeld

Rostock/Laage Hunderte Einsatzkräfte üben Ernstfall auf dem Rollfeld

Am Flughafen Rostock-Laage wurde der Absturz eines Flugzeuges simuliert / Übungsleiter spricht von gelungenem Einsatz

Rostock/Laage. Schreckensszenario am Flughafen in Laage: Der Pilot eines halbvoll besetzten Airbusses 319 meldet im Landeanflug technische Probleme. Minuten später muss er notlanden und schlägt auf der Start- und Landebahn auf. Es gibt Verletzte, sogar Tote. Mehr als 300 Einsatzkräfte sind im Einsatz. Diese Katastrophe ist jedoch nur gespielt. Der Landkreis Rostock ließ drei Stunden lang den Ernstfall üben. Vor allem das schnelle Retten und Versorgen der Verletzten aus dem Gefahrenbereich.

10 Uhr am Sonnabend: Ein lauter Knall simuliert den Aufschlag. Danach geht es schnell. Die Mitglieder der Flughafenfeuerwehr sind innerhalb weniger Sekunden als Erste am Unfallort. Sie löschen den vorderen Teil des Flugzeugs, das laut Übung in Brand geraten ist. Nach und nach erreichen nun auch freiwillige Feuerwehren aus dem Umland das Flughafengelände. Schon zuvor sind vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) drei Zelte für die Passagiere aufgebaut worden: für Personen mit leichten, mittleren und schweren Verletzungen. Gleich daneben berät sich der Krisenstab.

10.30 Uhr: Erste Informationen dringen über Kreissprecher Michael Fengler an die Öffentlichkeit. „Der Pilot hatte dem Flughafen technische Probleme gemeldet. Somit konnten sich die Rettungskräfte schon vor der Notlandung auf den Einsatz vorbereiten“, sagt er. 65 Passagiere sollen an Bord sein, plus Crewmitglieder. Über die Zahl der Verletzten gibt es noch keine Angaben. Alle Passagiere haben zu diesem Zeitpunkt die Maschine verlassen. Ununterbrochen fahren Krankenwagen aufs Rollfeld. 12 Uhr: Drei Tote, sechs Leicht- und 16 Schwerverletzte. So die endgültige Meldung vom Kreissprecher.

„Wir hatten hier ein Szenario, das erst vor wenigen Wochen tatsächlich beim Landeanflug in Dubai geschehen ist“, berichtet Übungsleiter Andreas Ungar. Der Verkehrsleiter spricht von einem gelungenen Trainingstag aus zweifacher Sicht. „Wir haben den Rettungskräften zum einen die Möglichkeit gegeben, auf dem sonst gesperrten Flughafengelände zu proben“, meint er. Außerdem würden die Teilnehmer bei einer solchen Übung sehen, was gut und was schlecht läuft. „Nach ersten Einschätzungen waren es nur Kleinigkeiten, die bemängelt wurden. Insgesamt bin ich mehr als zufrieden“, so Ungar.

Auch für Stephan Meyer, Dezernatsleiter beim Landkreis Rostock, sind die Teilnehmer den Ansprüchen gerecht geworden. Er richtete seinen Dank besonders an die Statisten von der Polizeischule aus Güstrow, Sanitäter sowie Kameraden der elf freiwilligen Feuerwehren, die aus Kritzkow, Laage, Güstrow, Liessow, Diekhof, Dummerstorf, Hohen Sprenz, Pankelow/Schlage, Plaaz, Samstorf und Schwaan anreisten. „Die Rettungskette hat gut funktioniert, auch die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte“, sagte Meyer. Dies sei eine Übung, „da kann es passieren, dass noch nicht alles glattläuft“. So sei während des Zeltaufbaus der Standort so sinnvoll verändert worden, dass die Passagiere schneller nach ihren jeweiligen Verletzungen behandelt werden konnten. „Dies wurde vom DRK gut organisiert“, lobte Meyer.

Auch künftig werde der Landkreis solche und andere Szenarien auch außerhalb des Flughafens mit Rettungskräften trainieren. „Wir hatten in der Vergangenheit mit unvorhersehbaren Ereignissen, wie Sandsturm oder Tornado, zu tun. Dies werden wir zukünftig üben“, so der Dezernent.

Mathias Otto

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