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In Rostocks kreativem Wohnzimmer spielt die Musik

Kröpeliner-Tor-Vorstadt In Rostocks kreativem Wohnzimmer spielt die Musik

„Dein Musikwohnzimmer“ soll Verein werden / Gestern fand erstmals der kreative Nachmittag statt / Besucher dürfen hier Instrumente spielen und Blumen binden

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Cornelia Landrat (li.) kreiert zum ersten Mal einen Blumenkranz im Musikwohnzimmer. Christiane Beckmann schaut ihr dabei über die Schulter. Fotos (2): Johanna Hegermann

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Tür im Barnstorfer Weg 37 ist offen. An den Schaufenstern steht in großen, weißen Buchstaben „Dein Musikwohnzimmer“. In gemütlicher Atmosphäre sollen hier Gespräche geführt, Klängen gelauscht und Sträuße gebunden werden.

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„Dein Musikwohnzimmer“ soll Verein werden / Gestern fand erstmals der kreative Nachmittag statt / Besucher dürfen hier Instrumente spielen und Blumen binden

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Freitags gibt es Konzerte

7Gründungsmitglieder haben die Vereinssatzung von „Dein Musikwohnzimmer“ unterschrieben. Sie warten nun auf die Eintragung ins Register.

Der kreative Nachmittag findet dienstags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 17 Uhr statt.

Wohnzimmerkonzerte werden ab und zu freitags ab 19 Uhr veranstaltet.

Musik und Blumen gehören für Heike Loeffler einfach zusammen. Daher hat die Floristin gemeinsam mit einigen Unterstützern „Dein Musikwohnzimmer“ ins Leben gerufen. Nun wollen sie sich ins Vereinsregister eintragen lassen. „Wir befinden uns in der Gründungsphase“, sagt die 49-Jährige. Zu den Vorbereitungen gehöre auch der Start des kreativen Nachmittags, der gestern zum ersten Mal stattgefunden hat.

Klavierklänge begrüßen die Besucher, die sich wie zu Hause fühlen sollen. Dafür sorgen neben der Musik auch die lauschigen Sitzecken, warmen Lichter sowie Kaffee und Kuchen. „Die Gesellschaft, in der wir leben, ist oft anonym und kaltherzig, das Gemeinschaftsgefühl ist verloren gegangen“, urteilt Heike Loeffler. Mit dem Musik-Wohnzimmer solle daher wieder ein Ort für Gemeinschaft geschaffen werden. „Dazu gehört auch, gemeinsam voneinander zu lernen“, fügt die Rostockerin hinzu. Ein großer Esstisch wurde dafür zu einem Arbeitstisch umfunktioniert. Hier können Blumengestecke vorbereitet werden. „Ich möchte mein Wissen als Floristin weitergeben“, sagt die Rostockerin. Seit 25 Jahren arbeitet sie in dem Beruf und möchte durch das Wohnzimmer und ihre Kurse auch mit neuen Menschen ins Gespräch kommen.

Cornelia Landrat versucht sich an einem Kranz. Nach Gefühl arbeitet sie das Pflanzengrün mit rosa Blüten zusammen. „Ich mache das zum ersten Male und es macht mir viel Freude“, sagt die Besucherin, die vom Darß angereist ist. „Das Wohnzimmer ist eine Bereicherung für die KTV“, erzählt Christiane Beckmann, die ihr über die Schulter schaut. Auch Karin Moldenhauer stimmt zu: „Hier pulsiert das Leben, und die Idee spricht mich sehr an.“ Sie betrachtet kurz nach ihrer Ankunft noch zurückhaltend die Veranstaltung, doch schnell unterhält sie sich dann mit Pianist Wolfgang Rummelt, der sich den Künstlernamen „George“ gegeben hat. Das Klavier steht erst seit Anfang der Woche im Barnstorfer Weg. Es ist eine Anschaffung von ihm. „Es soll ein Klavier sein, das für Besucher öffentlich zugänglich ist. Ein sogenanntes ,public piano’“, erklärt Rummelt, der seit neun Jahren auf dem Instrument spielt. Gerade angehende Musiker sollen sich hier ausprobieren und Erfahrungen mit einem Publikum sammeln können.

Für die zweite Monatshälfte im August würden noch Künstler fehlen. „Wir wünschen uns daher, dass einfach Menschen vorbeikommen und mitmachen“, sagt Heike Loeffler. Denn ganz gleich, ob mit Klavier, Gesang oder Gitarre, der Kreativität sollten in dem Wohnzimmer keine Grenzen gesetzt werden.

Johanna Hegermann

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