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In Strübings Garage lebt die Schulgeschichte auf

BENTWISCH In Strübings Garage lebt die Schulgeschichte auf

Seit vielen Jahren treffen sich hier ehemalige Schüler der Bentwischer Schule / Das dient auch dem Zusammenhalt im Dorf

Bentwisch. Heute in den Nachmittagsstunden kommen sie wieder zusammen: Die früheren Schüler der Schule in Bentwisch, die 1965 abgegangen sind und sich nun regelmäßig bei ihrem Klassenkameraden Gerhard Strübing (74) treffen.

 

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Gerhard Strübing (74) bereitet das Klassentreffen vor, seit Jahren trifft er sich regelmäßig mit seinen alten Schulfreunden.

Quelle: Michael Schißler

Wir haben uns immer alle gut verstanden.“

Gerhard Strübing,

Organisator

„Das Treffen machen wir hier bei mir in der Garage“, sagt der Bentwischer, und das ist fast so eine Tradition wie das Treffen selbst. Gerhard Strübing hat seine Garage eigens dafür umgerüstet, sie mit Tischen und Stühlen und einer Stereoanlage und Beleuchtung versehen. „Das ist doch etwas gemütlicher als anderswo“, sagt Gerhard Strübing, der regelmäßig diese Klassentreffen organisiert.

„Zuerst haben wir gar nichts gemacht“, erzählt er. „Aber im Jahr 1988 haben wir uns dann in der Gaststätte Eiche getroffen“, erzählt Strübing weiter. „Das war unsere erste Zusammenkunft, die haben wir dann 1996 wiederholt – und seit 2001 haben wir die Schultreffen jährlich durchgezogen.“ Und daran ist Gerhard Strübing dann auch gelegen, denn die Klassentreffen dienen auch dem Zusammenhalt des Dorfes. „Einige sind weggezogen“, sagt der Bentwischer, „aber die meisten sind noch hier oder in Rostock.“

Gemeinsam werden sie Geschichten erzählen aus der alten Schule, die heute saniert und zu einem Hort geworden ist. Diese Entwicklung hat Strübing als Gemeindevertreter über viele Jahre hinweg begleitet. „Damals kamen die Kinder bei Eis und Schnee zu Fuß aus ihren verschiedenen Ortsteilen“, erinnert sich der 74-Jährige. Und in der Schule saßen sie dann bei einer Ofenheizung, „da hat es schon mal geraucht und gequalmt“, sagt Strübing, „alles kein Vergleich mit der heutigen Schulsituation in Bentwisch.“ In der alten Bentwischer Schule mussten die Kinder häufiger während des Unterrichts umziehen, beispielsweise zum Russisch-Unterricht in eine Baracke am Klein Bartelsdorfer Weg oder auch innerhalb des Schulgebäudes, „denn der Biologieraum war im Obergeschoss“, erinnert sich Gerhard Strübing. Sportarten, die nicht unbedingt viel Platz erforderten, wurden im Klassenraum selbst ausgeübt: „Dann haben wir Tische und Stühle beiseite geräumt und geturnt“, sagt der Bentwischer.

Ein großes Programm wird es bei diesem Klassentreffen nicht geben, sagt Gerhard Strübing. Früher habe man noch einmal die Schule besucht und die früheren Lehrer hätten sich auch bei diesen Treffen sehen lassen, aber auch sie seien nun alt geworden.

Deswegen wird es heute ein paar gemütliche Stunden geben, mit vielen Erinnerungen – und Gerhard Strübing organisiert das gern. Zeitweilig hatte auch er Bentwisch verlassen, kehrte dann aber wieder in seinen Heimatort und in sein Elternhaus zurück. Und nun werden die Klassentreffen an historischer Stätte gefeiert – das Elternhaus von Gerhard Strübing war früher die Post der Bentwischer, und Strübing zeigt gern, wo früher in seinem heutigen Wohnzimmer die Schalterklappe war. Aber das wissen ja alle, die nun erneut in seine Garage kommen, um sich wiederzusehen.

Michael Schißler

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