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In der Südstadt? Privatinvestor will Schwimmschule bauen

Gehlsdorf In der Südstadt? Privatinvestor will Schwimmschule bauen

Gunnar Zwanzig plant ein Bad, in dem er Kinder unterrichten und Erwachsene trainieren kann / Unterdessen geht die Sanierung der Gehlsdorfer Schwimmhalle in Schlussphase

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Privatinvestor will Schwimmschule bauen

Gunnar Zwanzig bringt Kindern das Schwimmen bei – Spaß unter Wasser gibt’s inklusive.

Quelle: privat

Gehlsdorf. Die Stadt Rostock will erst prüfen, ob sie sich eine dritte Schwimmhalle leisten kann. Indes taucht ein Investor auf. Gunnar Zwanzig ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, in Rostock ein Becken zu bauen. Der Schwimmlehrer aus Gägelow (Kreis Nordwestmecklenburg) plant ein privates Lehrbad in der Hansestadt. In dem will er Kinder unterrichten, Rehapatienten trainieren und Freizeitsportler mit Aquagymnastik fit machen. Vorstellen könne er sich die Schwimmschule zum Beispiel in Brinckmansdorf oder der Südstadt, sagt Zwanzig. „Wir stehen allerdings noch ganz am Anfang der Planungsphase und führen viele Gespräche.“

Ideen aber hat er schon. 15 mal sieben Meter groß soll das Becken werden. Täglich von 8 bis 20 Uhr könnten Kinder und Erwachsene bei Lehrgängen und Kursen im 31 Grad warmen Wasser schwimmen, schildert Zwanzig. Bislang müssen seine Kunden dafür in fremde Becken hüpfen. Für Kurse mietet der Schwimmlehrer Bahnen in Hotels, einem Rehazentrum in Neukloster oder dem Wismarer Spaßbad Wonnemar an. Nun will er zusätzlich ein eigenes Bad.

Seit sechs Jahren betreibt Gunnar Zwanzig seine Schwimmschule „Wasserhüpfer“. Mit acht Mitarbeitern gibt er pro Woche Kurse für 500 Kinder und Erwachsene. Dabei arbeitet das Team auch intensiv mit Behinderten.

Seine Schwimmschule in Rostock wollte Zwanzig eigentlich in Dierkow bauen. Dort hatte er zusammen mit einem Geschäftspartner Großes vor: Ein Wohnhaus für zwölf Mietparteien und Lehrschwimmbecken im Untergeschoss sollte in einer Baulücke in der Hinrichsdorfer Straße entstehen. Von dem Plan musste sich Zwanzig verabschieden. Auch aus Kostengründen. „Die Investition wäre wohl in die Millionen gegangen.“ Außerdem hätte er zu viele Kompromisse mit seinem Partner machen müssen. „Ich bleibe lieber bei dem, von dem ich etwas verstehe.“Heißt: Statt Wohnungen will er nur noch ein Lehrschwimmbecken bauen.

Für die abgespeckte Version schwebe ihm ein Bungalow vor. Wo der stehen könnte, sei noch nicht entschieden, sagt Zwanzig. Er führe Gespräche mit der Stadt und einem Architekten, um auszuloten, wo was machbar wäre. Zwanzig hofft auf spruchreife Ergebnisse bis zum Start des neuen Schuljahres. Mit dem Bau will er, wenn alles gutgeht, im kommenden Frühjahr beginnen. Die ersten Kurse in Rostock könnte er dann eventuell in zwei Jahren geben, sagt Zwanzig.

Wesentlich früher abtauchen können Bader in Gehlsdorf: In der Schwimmhalle gehen die Bauarbeiten in die finale Phase. Der Boden ist gegossen, demnächst wird gefliest. „Wir erfüllen den Zeitplan“, verspricht Carsten Klehn, Sprecher der Wohnungsgesellschaft Wiro, die das Bad betreibt. Die Halle ist seit dem 1. April geschlossen. Seither wurden 15 in die Jahre gekommene Stahlträger saniert und 500 Quadratmeter Hallenboden mit Fußbodenheizung ausgestattet. Besucher dürften sich aber vor allem über das neue Bistro, die Kinderrutsche und eine vergrößerte Sonnenterrasse freuen. 950

000 Euro hat die Wiro investiert, um es Gästen schön zu machen. Ob sich das gelohnt hat, können Rostocker schon bald herausfinden: Ende August flutet die Wiro das Schwimmbecken. Am 1. September ist großes Anbaden.

Zu Hause abtauchen

Der Plan von Gunnar Zwanzig, in Dierkow Wohnen und Schwimmen unter einem Dach zu realisieren, wird sich nicht erfüllen. Die 356 Mietparteien im „Rasmus“-Hochhaus in Evershagen hingegen können täglich zwischen 7 und 21 Uhr abtauchen. Als einzige Immobilie im Bestand der Wiro hat das Haus ein 15 mal sechs Meter großes Schwimmbad plus Sauna zu bieten. Besonders bequem haben es die Bewohner von Aufgang Nummer 10. Sie können mit Schlappen und Bademantel zum Planschen fahren. Ein Aufzug bringt sie ins Bad, ohne dass sie das Hochhaus verlassen müssen.

Antje Bernstein

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