Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Infrastruktur-Chefs fahren auf alte Gleise ab

Zingst Infrastruktur-Chefs fahren auf alte Gleise ab

Positive Signale für Wiederaufbau der Darßbahn mehren sich

Voriger Artikel
Flüchtlingsinitiative kämpft gegen Abschiebung
Nächster Artikel
Stadt plant Hochbrücke über die Warnow

Infrastrukturvorstand des Deutsche Bahn Gesamtkonzerns, Ronald Pofalla (re.), hat die Ausfahrt auf den alten Gleisen bei Bresewitz sichtlich genossen. Die Gleise seien in überraschend gutem Zustand.

Quelle: Foto: Timo Richter

Zingst. Auf den Gleisen in Richtung der Meiningenbrücke bei Pruchten herrschte jetzt reger Verkehr. Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD), der Infrastrukturvorstand des Deutsche Bahn Gesamtkonzerns, Ronald Pofalla, sowie Verantwortliche der Usedomer Bäderbahn (UBB) haben während eines Treffens über die Weichenstellung für die Wiederinbetriebnahme der Darßbahn gesprochen. „Ich habe einen sehr guten Eindruck“, sagte Pofalla nach der Fahrt auf einem schienengängigen knallgelben Unimog.

Die positiven Zeichen für den Wiederaufbau der Darßbahn mehren sich, wenn auch Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) abwiegelt. In dem „still und heimlich“ anberaumten Vor-Ort-Treffen werde es keine Entscheidung geben. Vielmehr sollten während des Besuchs die Entscheidungsgrundlagen gelegt werden. Laut Pegel werde es im zweiten Halbjahr eine Entscheidung geben. Die hat dann auch Einfluss auf den Bestand der Bahnverbindung von Barth nach Velgast. Ohne die Darßbahn sieht Pegel für den Abschnitt keinen Fortbestand. Weiteres Problem: Die Darßbahn steht noch nicht im Bundesverkehrswegeplan. UBB-Chef Jörgen Boße begleitete das Treffen überaus positiv gestimmt. „Es gab auch zwei Alternativen für einen Besuch Pofallas. Die Meiningenbrücke wurde ausgesucht, das ist doch eine Aussage.“ Außerdem: Alle wollten doch die Darßbahn, „mit Ausnahme des Pruchtener Bürgermeisters wegen dessen Rosenhecke“, so Boße. Es hängt derzeit allein an der Finanzierung. Immerhin 40 bis sogar 60 Millionen Euro stehen im Raum. Dazu kommen die Kosten für den Betrieb der Strecke. Was die Usedomer Bäderbahn als 100-prozentige Bahntochter dazusteuern würde, sagte Boße nicht.

Mehr als positiv überrascht vom Zustand der Gleise von der Meiningenbrücke in Richtung Barth zeigte sich Ronald Pofalla. „Das sieht besser aus als auf einigen anderen Strecken.“ Auch die Meiningenbrücke entlockte dem DB-Infrastrukturchef Lob. Die 1910 in Betrieb genommene Brücke spielt derzeit aber keine große Rolle mehr. Favorisiert für die Anbindung der Halbinsel ans Schienennetz wird jetzt der Neubau einer kombinierten Brücke, die gleichzeitig das Passieren des Meiningenstroms von Autos und Zügen ermöglicht. Vorteil: Bahnübergänge beiderseits der Brücke würden verhindert.

Bei allen Beteiligten bestehe „die Bereitschaft, alles zu machen, was geht, alles Mögliche zu denken“, betonte Ronald Pofalla. Angesichts der besonderen Gegebenheiten in einem vergleichsweise dünn besiedelten Gebiet werde es auf jeden Fall eine Lösung geben, die außerhalb eines bekannten Rasters liegen werde, ergänzte Christian Pegel, also eine Art Sonderweg.

In Zingst und Prerow wird die Wiederinbetriebnahme der Darßbahn ersehnt. Allerdings will sich der Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) das örtliche Verkehrskonzept durch die Bahn nicht kaputt machen lassen. So wird eine Verlegung des Haltepunktes nahe des Experimentariums gefordert, um eine Querung der Bahn mit der vielbefahrenen Bahnhofstraße zu vermeiden. In dem Seeheilbad Zingst wird ein Verschwenken der Straße um den Haltepunkt herum favorisiert.

Timo Richter

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kröpelin
Es gab schon mal ein kleineres Frühlingsfest. Wenn die Sommersause gut anläuft und super wird, würde ich dazu gern jedes Jahr einladen.Jane Eisbrich Tayoma-Chefin

Die „TaYoBar“ soll zur „Sommersause“ am 19. August in der Lagerstraße starten

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Tennishalle in Roggentin eröffnet

Nach fünf Monaten Bauzeit können Sportler nun neue Sportstätte am Stadtrand von Rostock nutzen