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Islamische Gemeinde will nach Evershagen

Evershagen/Südstadt Islamische Gemeinde will nach Evershagen

Weil der Platz in der Moschee nicht ausreicht, möchte der Vorstand ein Café kaufen

Evershagen/Südstadt. Die Islamische Gemeinde Rostock möchte einen Gebetsraum in Evershagen eröffnen. Ein Verfahren zur Prüfung der Umnutzung der Räume läuft bereits. Damit möchte die Gemeinde ihrem Platzproblem entgegenwirken, denn ihre Moschee in der Südstadt reicht nicht aus. Entlastung schafft derzeit die Societät maritim. Trotzdem braucht die Gemeinde mehr Platz für ihre Gläubigen.

 

OZ-Bild

Die Idee einer neuen Moschee ist nicht tot, aber wir müssen zu pragmatischen Lösungen kommen.“Ahmed Maher Fakhouri, Vorsteher Islamische Gemeinde Rostock

Eigentlich möchte die Gemeinde eine neue Moschee bauen, aber dafür fehlt das Geld. Und es sei auch immer schwieriger Spenden zu bekommen, berichtet Ahmed Maher Fakhouri, Vorsteher der islamischen Gemeinde in Rostock. „Wir wollen in Evershagen ein Kaffeehaus kaufen“, sagt der Vorsteher. „Ein Antrag auf Prüfung der Änderung der Nutzung ist gestellt“, so Fakhouri weiter. „Das wäre dann unsere dritte Filiale.“ Wie viele Menschen in der Maxim-Gorki- Straße 31 Platz finden könnten, konnte er noch nicht sagen. Für das Freitagsgebet gehen bereits viele der Gläubigen in die Societät maritim – eine Interimslösung für 120 Muslime. Schon als die Gemeinde diesen Plan Anfang Juni vorstellte, kündigte sie an, für Mitglieder im Nordwesten Rostocks in Dierkow und Evershagen Räume zu suchen. Nun könnten diese Pläne Gestalt annehmen.

Angesichts der unklaren Zukunft der Moschee, die Bebauungsplänen der Stadt zum Opfer fallen könnte, und der unsicheren Finanzierung eines Neubaus (Kosten: rund 1,2 Millionen Euro) sagt Fakhouri: „Wir müssen zu pragmatischen Lösungen kommen.“ Anders gesagt: Gibt es keine große Lösung, setzt die Gemeinde auf mehrere kleine, um den mehr als 700 Muslimen einen Platz zum Beten zu bieten.

„Ich höre das zum ersten Mal“, sagtNiels Schönwälder (SPD), Ortsbeiratschef in Evershagen. Er werde das auf der kommenden Sitzung ansprechen. Er wünsche sich, dass die Gemeinde die Pläne vorstellt – „vorher ist das noch ein Blick in die Glaskugel“, sagt er zu der Frage, wie er zu den Plänen stehe.

phs

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