Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Jäger im Landkreis gegen schärfere Waffengesetze in EU

SANITZ Jäger im Landkreis gegen schärfere Waffengesetze in EU

Gegen eine Verschärfung des Waffenrechts, wie es in der Europäischen Union angedacht wird, wenden sich die Jäger des Kreisjagdverbandes Rostock/Hansestadt Rostock.

Sanitz. Gegen eine Verschärfung des Waffenrechts, wie es in der Europäischen Union angedacht wird, wenden sich die Jäger des Kreisjagdverbandes Rostock/Hansestadt Rostock.

„Wir werden uns mit diesem Thema im Rahmen unserer Kreisdelegiertenkonferenz befassen“, sagt Gerhard Kusch, Vorsitzender des Verbandes.

Nach seiner Ansicht neigten auch die Politiker der Bundesrepublik zu einer solchen Verschärfung, die im Hinblick auf die Terroranschläge von Paris angestrebt werde. „Das ist in meinen Augen aber lediglich politischer Aktionismus“, sagte der Verbandsvorsitzende: „Schließlich werden 90 Prozent aller Straftaten mit illegalen Waffen begangen und nicht mit denen von Jägern.“ Vorgesehen sei unter anderem ein Verbot von halbautomatischen Waffen. Sie sind mit einem Magazin versehen, aus dem automatisch nachgeladen wird. „Wir als Jäger haben einen Schuss im Lauf und zwei im Magazin“, sagt Kusch.

„In unseren Wäldern rennt keiner mit einer Kalaschnikow herum.“

Auch ein Verbot des Waffenhandels im Internet sieht Gerhard Kusch als übertrieben an. „Die Jäger kaufen und verkaufen ihre Waffen. Das ist richtig. Aber sie verkaufen sie nur an Personen, die zum Waffenbesitz berechtigt sind.“ Es dürfte den Institutionen der EU bekannt sein, dass es ein Dark-Net gebe, in dem mit Waffen gehandelt werde — und dies müsse unterbunden werden.

Ein weiteres Diskussionsthema der Jägerschaft wird auch die Verpachtung von Jagdflächen sein. „Viele dieser Pachtverträge laufen nun aus“, erläutert der Verbandsvorsitzende. „Nach zwölfjähriger Laufzeit haben sich die Besitzverhältnisse der Flächen aber geändert.“ So gebe es jetzt vermehrt die Möglichkeit, Eigenjagden einzurichten. Dies könne jeder Jäger, der über mindestens 75 Hektar Fläche verfüge. Gleichzeitig sei ein Anstieg der Pachtentgelte zu beobachten.

„Das macht uns doch einige Sorge“, so Kusch. Er sieht die Gefahr, dass sich einheimische Waidmänner eine Jagd vielleicht bald nicht mehr leisten können. „Von Jägern allerdings, die anreisen müssen, hat die Region weniger Vorteile“, so Kusch. Er befürchtet, dass so die kontinuierliche Bejagung der Wildschweine in der Region leiden könnte. „Uns kommt auch häufig die Aufgabe zu, uns um Unfallwild zu kümmern, das erst aufgespürt werden muss. Das setzt voraus, dass der Jäger auch in der Region bekannt und aufzufinden ist“, so ein weiteres Argument des Verbandsvorsitzenden der hiesigen Jägerschaft. Kreisdelegiertenversammlung: 27. Februar, 10 Uhr, Brauhaus Trotzenburg, Tiergartenallee 6, Rostock

 



msc

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Cafe,Kultur,Freizeit,Tipps Teaser der den User auf die Seite Rostocker Geheimtipps führen soll image/svg+xml Image Teaser Rostocker Geheimtipps 2017-04-30 de Themenseite Rostocker Geheimtipps Junge Rostocker entwickeln im OZ-Labor frische Ideen für die OSTSEE-ZEITUNG. In der Serie OZ-Entdecker stellen sie ihre Geheimtipps für die Stadt vor.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Dienstags kommt Inge im Konsum-Benz

Auch gestern rollte der Stop & Shop-Wagen von Ingrid Jeske durch Rakow, Questin und Alt Bukow