Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Jetzt wird auch noch die B 110 gesperrt

Roggentin/Brinckmansdorf Jetzt wird auch noch die B 110 gesperrt

Die nächste Hauptstraße in die Hansestadt wird zur Baustelle: Ab dem 10. Oktober müssen sich Pendler nicht nur auf der Strecke nach Bad Doberan, sondern auch auf dem Weg nach Sanitz auf Sperrungen einstellen

Voriger Artikel
Südstadt-Klinik veranstaltet Aktion zum Welt-Hospiztag
Nächster Artikel
Kraftwerksbetreiber lehnt Senkung von Abgasausstoß ab

Für Arbeiten soll die B 110 im Oktober zwischen Broderstorf und Sanitz komplett gesperrt werden.

Quelle: M. Wilk

Roggentin/Brinckmansdorf. An der B 105 wird bereits gebaut, nun macht das Landesstraßenbauamt Stralsund auch noch die nächste Haupt-Einfallstraße nach Rostock dicht.

 

OZ-Bild

Wir sollten froh sein, dass der Bund in unsere Straßen investiert.“Holger Matthäus (Grüne), Bausenator

Quelle:
OZ-Bild
OZ-Bild

Wir sollten froh sein, dass der Bund in unsere Straßen investiert.“Holger Matthäus (Grüne), Bausenator

Quelle:

Und das bereits ab dem 10. Oktober: Dann sollen an der B 110 in Richtung Sanitz und Tessin umfangreiche Sanierungsarbeiten beginnen. Für fast zwei Wochen wird die Straße sogar abschnittsweise komplett gesperrt. Damit drohen nicht nur im Rostocker Westen, sondern nun auch für Pendler aus dem Osten Behinderungen.

Dass die Maßnahme notwendig ist, daran lässt Manfred Borowy, der stellvertretende Direktor des Straßenbauamtes keine Zweifel aufkommen: Schon seit zwei, drei Jahren stehe die B 110 zwischen Sanitz und Broderstorf auf der Sanierungsliste der Behörde. „Die Fahrbahn ist rissig, vielerorts mussten wir die Straße bereits flicken“, so Borowy. Noch schlimmer aber: „Mancherorts gibt es bereits deutlich Spurrillen. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir schnell etwas machen müssen – sonst wird es richtig teuer.“

Ursprünglich hatte das Straßenbauamt geplant, mit den Arbeiten erst 2017 zu beginnen. Doch vor wenigen Wochen entschieden sich die Verantwortlichen dann um: „Das Geld für die Sanierung steht zur Verfügung, das Wetter ist zum Bauen auch noch gut. Und im nächsten Jahr wird es um Sanitz herum noch genug Baustellen geben“, sagt Borowy. Bereits am 10. Oktober sollen deshalb die Bagger rollen.

„Zunächst werden wir die Fahrbahn bis zu zehn Zentimeter tief abfräsen müssen.“ Das soll „im laufenden Betrieb“ geschehen. Heißt: In der ersten Woche wird die B 110 halbseitig gesperrt.

Ab dem 17. Oktober wird es dann richtig eng: „Wenn wir die neue Asphaltschicht verbauen, kommen wir um Vollsperrungen nicht umhin“, erklärt Borowy. „Wir werden aber immer nur abschnittsweise voll sperren – unter anderem zwischen Broderstorf und der Siedlung Zum Bienenhain, zwischen der Siedlung und Groß Lüsewitz sowie zwischen Groß Lüsewitz und Sanitz. „Welcher Abschnitt wann genau gemacht wird, ist noch offen. Nur eines steht schon fest: Wir werden den Abschnitt zwischen Lüsewitz und Sanitz erst in den Ferien sperren. Das geht nicht anders, wir würden sonst den Schulverkehr zu sehr behindern“, sagt der Vize- Amtsleiter.

Borowy verteidigt die Straßensanierung: Dass an gleich zwei Bundesstraßen nach Rostock zeitgleich gebaut wird, ließe sich nicht vermeiden. „Wir werden 2017 die B 110 von Sanitz bis zur A 20 erneuern – und auch die Landesstraße 191 in Richtung Niekrenz. Drei große Baustellen binnen weniger Monaten wollten wir den Sanitzern nicht zumuten.“ Und außerdem: Das Straßenbauamt geht nicht davon aus, dass die Arbeiten an der B 110 jetzt zu größeren Behinderungen führen werden. „Alle, die aus Sanitz und Tessin nach Rostock wollen, können über die A 20 und die A 19 ausweichen“, so Borowy.

Auch der Sanitzer Bürgermeister Joachim Hünecke bleibt gelassen: „Selbst wenn die Autobahn voll sein sollte, können Pendler noch auf die Gemeindestraßen ausweichen. Über Thulendorf, Neu-Broderstorf und Pastow kommen sie auch nach Rostock.“ Das Sanitzer Rathaus sei über die Arbeiten informiert gewesen: „Nur, dass es jetzt doch so schnell geht, ist überraschend.“ Rostocks Bausenator Holger Matthäus (Grüne) hält den Zeitpunkt der Arbeiten für „unglücklich“: „Jede Baumaßnahme an den Straßen ist ärgerlich, und einen perfekten Zeitpunkt dafür gibt es leider auch nicht.“ Aber: „Wir können andererseits froh sein, dass die Bundesregierung überhaupt Geld für die Sanierung von Straßen rund um Rostock ausgibt.“

Die Arbeiten an der B 105 zwischen Sievershagen und dem Schutower Kreuz liegen voll im Zeitplan. Das befürchtete Verkehrschaos ist bisher ausgeblieben.

Baustelle in Zahlen

7 Kilometer ist der Streckenabschnitt der B 110 lang, der nun saniert werden soll. Die Arbeiten beginnen in Broderstorf und enden am Ortseingang von Sanitz.

900000 Euro wird die Sanierung der Bundesstraße nach Angaben des Straßenbauamtes Stralsund kosten. Das Geld stammt aus Mitteln des Bundes.

• Internet: Aktuelle Informationen über alle größeren Straßenarbeiten stellt das Land unter folgender Adresse bereit: http://bit.ly/baustellen_mv

Andreas Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Die erste wissenschaftliche Biografie Erich Honeckers ist erschienen, Teil I.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Rostock drängt ins Geschäft der Fähr-Reederei

Das Rathaus will die Linie zwischen Hohe Düne und Warnemünde übernehmen