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Journalisten bei Anti-Flüchtlingsdemo attackiert

Rostock-Lichtenhagen Journalisten bei Anti-Flüchtlingsdemo attackiert

In Rostock-Lichtenhagen demonstrierten 20 Teilnehmer gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Rund 300 Linke stellen sich ihnen entgegen.

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Starke Polizeikräfte in Rostock-Lichtenhagen, wo Rechte eine ausländerfeindliche Kundgebung abhalten wollten.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock-Lichtenhagen. Bei einer Demonstration gegen ein geplantes Asylbewerberheim im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen sind am Sonnabend Journalisten mit einer Bierflasche attackiert worden. Gegen den mutmaßlichen Täter, einen 45-jährigen Mann, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. 

Im sozialen Netzwerk Facebook hatte es in den vergangenen Tagen den Aufruf gegeben, gegen den Umbau eines Studentenwohnheims in der Möllner Straße zu einer Flüchtlingsunterkunft zu protestieren. Diesem folgten nur etwa 20 Personen.

Auf der anderen Seite standen rund 300 Gegendemonstranten, die ebenfalls spontanen Aufrufen im Internet gefolgt waren. Die Polizei sicherte mit einem Großaufgebot das Gebäude und hielt die beiden Lager auseinander.

Im Vorfeld habe es keine offizielle Anmeldung einer Demonstration gegeben, lediglich die Aufrufe im Internet waren bekannt, erklärte Polizeisprecherin Dörte Lembke. Die Polizei war mit etwa 150 Beamten im Einsatz.

In der zunächst unübersichtlichen Situation wurde dann spontan eine Versammlung zum Protest gegen das Asylbewerberheim angemeldet, die kurze Zeit später für beendet erklärt wurde.

Der Ortsbeiratsvorsitzende und SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Mucha betonte, dass es in Lichtenhagen nie wieder Vorkommnisse wie bei den Ausschreitungen von 1992 geben dürfe.

 



OZ

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