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Jubiläum: 66er treffen sich zum 50. Mal

Stadtmitte Jubiläum: 66er treffen sich zum 50. Mal

Klaus-Dieter Hagen und Rainer Kindermann wurden in der einzigen Jungenklasse der EOS unterrichtet

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Klaus-Dieter Hagen (l.) und Rainer Kindermann (beide 68) schwelgen in Erinnerungen. Sie organisieren das Klassentreffen.

Quelle: Mathias Otto

Stadtmitte. Klassenfahrten nach Kühlungsborn, Wettkämpfe gegen ältere Mitschüler, Skifahren in Oberweißbach: Wenn Klaus-Dieter Hagen und Rainer Kindermann (beide 68) das Fotoalbum aufschlagen, schwelgen sie in Erinnerungen. Vor 50 Jahren haben sie zusammen mit 21 Mitschülern ihr Abitur in der 1. Erweiterten Oberschule (EOS) abgelegt. Jetzt organisieren sie ein Klassentreffen. Das Besondere dabei: Das Wiedersehen findet schon zum 50. Mal statt.

Die beiden Männer wurden damals in der EOS in der Lindenstraße unterrichtet. Dort, wo sich heute die Jenaplanschule befindet. „Wir waren die einzige Jungenklasse auf dieser Schule. Das gab es vorher und auch nachher nicht. Das war einmalig“, sagt Rainer Kindermann. Er vermutet, dass in diesem Jahrgang zu wenig Mädchen geboren wurden.

Der damalige Klassenlehrer heißt Horst Becker, der im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. „Es ist sein Verdienst, dass wir schon früh mit den Treffen begonnen haben“, so Klaus-Dieter Hagen. Er erinnert sich noch an seine Worte zum Abschluss: „Wir haben viele Jahre zusammen gekämpft und uns auf das Abitur vorbereitet. Jetzt müssen wir auch weiterhin zusammenhalten“, habe der Lehrer damals gesagt.

Schon nach einem halben Jahr war die Sehnsucht so groß, dass sie sich das erste Mal trafen. „Wir sind dabei geblieben. Jedes Jahr nimmt ein anderer das Heft in die Hand und organisiert“, so Hagen. In einem Jahr wurde es allerdings knapp — das Jahr, in dem die Mauer gefallen ist. „Jeder war mit der neuen Situation im Land beschäftigt. Im letzten Moment haben wir dennoch ein Treffen hinbekommen“, sagt Kindermann.

Mit dabei ist auch immer der Klassenlehrer. „Er war ja damals auch erst Mitte 20 und für uns wie ein Kumpel. Er hatte die Klasse trotzdem im Griff. Die Chemie hat gestimmt“, sagt er. Seine beiden Schüler erinnern sich noch gern an Klassenfahrten, als sie mit dem Fahrrad bis nach Lubmin gefahren sind oder wenig später mit dem Moped nach Kühlungsborn. Auch zwei Touren zum Wintersport ins thüringische Oberweißbach gehören dazu. Und die sportlichen Höhepunkte: „In der zehnten Klasse waren wir sehr erfolgreich im Hand- und Volleyball. Bei der Schulmeisterschaft haben wir die Zwölftklässler mit unserem Können das Fürchten gelehrt“, berichtet Klaus-Dieter Hagen.

Nach der Schulzeit zogen viele Mitschüler weg aus Rostock: nach Bremen etwa oder Stralsund, Rerik, Buxtehude und Bremerhaven. Sieben tragen heute einen Doktortitel, einige haben im Bereich Technik und Forschung gearbeitet, andere fuhren zur See oder waren in der Werft beschäftigt. Vier Mitschüler sind mittlerweile auch schon verstorben. „Von den übrig gebliebenen 18 Leuten kommen im Schnitt zu jedem Treffen zehn bis 13, viele mit ihren Frauen“, so Hagen.

Höhere Schule

Die Erweiterte Oberschule , auch Erweiterte allgemeinbildende polytechnische Oberschule oder zwölfklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule genannt, war die höhere Schule im Schulsystem der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und führte nach der zwölften Klasse zur Hochschulreife.

Die EOS löste mit dem Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1959 die bisherige Oberschule ab. Die Bezeichnung Gymnasium war in der DDR nicht üblich.



Mathias Otto

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