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Jugend forscht: Entengrütze wird Energie

Südstadt Jugend forscht: Entengrütze wird Energie

68 Schüler und Studenten präsentieren in der Stadthalle ihre Experimente / Es nehmen immer weniger teil

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Bjarne Bollmann (12/2.v.l) mit Klassenlehrerin Simone Witt (r.) sowie Jörg Burgstaler und Carolin Klatt von der Uni Rostock. Fotos (3): Jens Wagner

Südstadt. „Ich habe schon immer gern mit dem Mikroskop gearbeitet“, erzählt Jan Rosenboom. Durch dieses Hobby ist der 18-Jährige auf eine eindrucksvolle Idee gekommen: Mit dem Mikroskop macht er 3D-Aufnahmen von Insekten. Diese und andere Experimente von Nachwuchsforschern sind heute im Rahmen des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ in der Stadthalle zu sehen. Einmal im Jahr entsteht hier ein großes Forscherlabor, bei dem Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Projekte in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen vorstellen.

OZ-Bild

68 Schüler und Studenten präsentieren in der Stadthalle ihre Experimente / Es nehmen immer weniger teil

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68 Teilnehmer treten in diesem Jahr mit 43 Projekten in der Stadthalle gegeneinander an. Grundsätzlich messen sich die Schüler in sieben verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik, Technik sowie Mathematik & Informatik. „Im Bereich Mathematik & Informatik wurden in diesem Jahr keine Arbeiten eingereicht“, erzählt der Wettkampfleiter Frank Mehlhaff. Diese Kategorie falle diesmal also weg.

Seit 2009 hat die Zahl der Teilnehmer stetig nachgelassen. „Dadurch, dass das 13. Schuljahr fehlt, bleibt Lehrern und Schülern kaum Zeit, um solche Projekte vorzubereiten“, erklärt Mehlhaff.

Besonders schade finde er den Rückgang bei den ganz jungen Schülern bis 14 Jahre, die würden nämlich in einem separaten Wettbewerb — „Schüler experimentieren“ — gewertet. „Ab der 4. Klasse können die Kinder schon teilnehmen. Und das ist ja die Zeit, in der man anfängt, sich für solche wissenschaftlichen Themen zu begeistern“, so Mehlhaff. Gerade Schulen mit naturwissenschaftlichem Focus sollten so etwas fest im Plan verankern. Stattdessen seien in diesem Jahr nur sieben Arbeiten in dieser Alterskasse eingereicht worden.

Einer dieser experimentierfreudigen Schüler ist Bjarne Bollmann. „Letztes Jahr waren welche von meiner Schule beim Wettbewerb und da wollte ich es auch mal probieren“, erzählt der Zwölfjährige von der Borwinschule. Mit Unterstützung durch Klassenlehrerin Simone Witt sowie Jörg Burgstaler und Carolin Klatt von der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Uni Rostock stellt der Schüler aus Wasserlinsen (Entengrütze) Biogas her und treibt damit einen Motor an.

Ganz besondere Einblicke gewährt Jan Rosenboom mit seinem Experiment. „Ich mache mikroskopische Fotos von Insekten“, erzählt der 18-jährige Student. Was aus einem Hobby entstand und zunächst einfach klingt, ist tatsächlich eine ziemlich ausgefeilte Technik. „Wenn man normalerweise Fotos mit dem Mikroskop macht, ist nur eine Ebene scharf und der Rest nicht“, so Rosenboom. Deshalb bediene er sich einer ganz neuen Methode — dem „Focusstacking“ — bei der jede Ebene des Objekts fotografiert und dann die scharfen Teile der verschiedenen Fotos zu einem scharfen Gesamtbild zusammengefügt werden.

Bei Jan Rosenboom funktioniert das sogar automatisch.

Ausstellung: Heute ab 10 Uhr ist die Stadthalle für Besucher geöffnet.

Projektarbeit

15 Seiten — so lang muss die schriftliche Arbeit etwa sein, mit der die Schüler ihr Projekt zum Landeswettbewerb beschreiben. Ein klare Zielstellung, die zielgemäße Bearbeitung und eine Schlussfolgerung sollten darin erkennbar sein.

2 bis drei Juroren pro Kategorie begutachten die Projekte, hören sich die Vorträge der Schüler an und stellen Fragen.

Selbst erstellte Experimente, selbstständiges Arbeiten und ein Thema mit aktuellem Bezug sorgen für Pluspunkte bei der Bewertung.

Von Nele Reiber

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