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Steintor-Vorstadt Jugendzentrum geht das Geld aus

5000 Euro für Miete im Monat: Betreiberverein des Jaz kann Eigenanteil nicht aufbringen

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Für das Gebäude übernimmt die Stadt zwei Drittel der Mietkosten, 5000 Euro im Monat muss der Verein aufbringen.

Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal

Steintor-Vorstadt. Das Jugendalternativzentrum (Jaz) steckt in Geldnöten. „Wir stehen vor einer ungewissen Zukunft“, sagt Alexandra Wolff vom Vorstand des Betreibervereins. Grund ist die hohe Miete für das drei Jahre alte Gebäude in der Lindenstraße. Die Stadt übernimmt derzeit zwei Drittel der Mietkosten, 5000 Euro im Monat muss der Verein selbst aufbringen. Was nicht möglich sei, so Wolff.

Aktuell seien bereits Mietrückstände von mehr als 16000 Euro aufgelaufen. Nun soll die Stadt prüfen, ob die Miete gesenkt werden oder ein höherer Anteil davon übernommen werden kann. Der Jugendhilfeausschuss stellte einen entsprechenden Prüfauftrag. „Der wird objektiv und gewissenhaft abgearbeitet“, kündigt der zuständige Senator Steffen Bockhahn (Linke) an.

Der basisdemokratische Verein schafft es seit geraumer Zeit nicht, den hohen Eigenanteil aufzubringen. Raummieten und Einnahmen aus Partys und Konzerten reichten nicht aus, um die Kosten zu decken.

Im Herbst 2015 stellte das Jaz für mehrere Monate seine Räume für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Das brachte ein finanzielles Minus von 9000 Euro. Die Stadt habe zugesagt, das zu übernehmen. „Es ist aber nichts passiert“, kritisiert Wolff. Dieses Jahr häufte sich ein weiteres Minus von 7000 Euro an, obwohl Mitarbeiter bereits auf Honorare verzichten und andere Vereine finanziell ausgeholfen hätten. Mehrere Dutzend Gruppen und Projekte nutzen das Jaz, von der Fahrradwerkstatt bis zur Siebdruckwerkstatt. Die benachbarte Jenaplan-Schule nutzt die Bühne im schallisolierten „Bunker“ regelmäßig für ihre Theater-AG. Wie aus einer Vorlage für den Jugendhilfeausschuss hervorgeht, beträgt die gesamte Kaltmiete für den 2,5 Millionen Euro teuren Bau rund 9500 Euro monatlich.

Laut Jaz senkte die Kommunale Objektbewirtschaftung (KOE) die Kaltmiete bereits von 15 auf zwölf Euro je Quadratmeter. Hinzu kommen weitere Ausgaben, unter anderem 18000 Euro für Strom im Jahr. „Das ist irre viel. Wir hatten von Anfang an Zweifel, ob wir das schaffen“, sagt Alexandra Wolff.

Den hohen Eigenanteil muss das Jaz erst seit dem Umzug ins neue Gebäude in der Lindenstraße bezahlen. Die Stadt übernimmt für 500 Quadratmeter des Hauses die Miete. Die übrigen 289 Quadratmeter muss der Verein selbst zahlen. Laut Gunnar Lahrs, der für das Künstler-Booking im Jaz zuständig ist, stecken viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter Geld, das sie woanders verdienen, in das Rostocker Jugendzentrum. Lahrs arbeitet unter anderem bei der Organisation des Großfestivals Fusion in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) mit. Das fällt dieses Jahr aus – nicht gut für die Finanzen des Jaz.

Gerald Kleine Wördemann

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