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Junge Dichter im Wortduell

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Junge Dichter im Wortduell

Rostockerin tritt gegen sieben Konkurrenten beim „Master of Slam“ an / Interesse an „Poetry-Slam“ steigt

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Dieses Jahr waren es 27 Bewerber. Poetry-Slam wird immer beliebter.“Katharina Lifson, Literaturhaus Rostock

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Anne Kalkbrenner steht auf der Bühne des Literaturhauses. „Erinnerst du dich an Komplimente der anderen Sorte, an ernst gemeinte, liebe Worte?“, fragt sie ins Publikum, während sie mit den Armen gestikuliert. „Dann kam die Bewertung, die alles erschwert. Denn wer bewertet, hat die Macht, den anderen erst auf Probleme aufmerksam zu machen. Ihm zu zeigen, wie hässlich seine Sommersprossen sind – und ihn dann auszulachen.“

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Rostockerin tritt gegen sieben Konkurrenten beim „Master of Slam“ an / Interesse an „Poetry-Slam“ steigt

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Am Mittwoch fand zum dritten Mal der Wettkampf „Master of Slam“ statt. Der Dichterwettkampf im sogenannten „Poetry-Slam“ richtet sich an Studenten aus ganz Deutschland und ist Teil der Kampagne „Studieren mit Meerwert“, die auf den Studienstandort MV aufmerksam machen soll. „Vor drei Jahren hatten wir acht Bewerber“, erinnert sich Katharina Lifson, Vereinsvorsitzende vom Literaturhaus.

„Dieses Jahr waren es 27, von denen acht hier sind. Poetry-Slam wird immer beliebter.“

Neben Teilnehmern aus Greifswald, Neubrandenburg, Mannheim, Bochum, Berlin und Mainz tritt Anne Kalkbrenner als einzige Dichterin aus Rostock an. „Poetry- Slam ist eine tolle Art, sich auszudrücken“, erklärt die 24-Jährige, die seit 2012 regelmäßig auf der Bühne steht und amtierende Landesmeisterin ist. „Ich wähle Themen, die mich aufregen und möchte so zum Nachdenken anregen.“

Beim Studentenwettbewerb trägt die angehende Deutschlehrerin zunächst einen Text vor, der sich mit der „Nein heißt Nein“-Debatte auseinandersetzt. Nachdem auch ihre Konkurrenten vorgetragen haben, entscheiden sich die rund 200 Zuschauer per Stimmzettel für drei Finalisten im Duell um den Publikumspreis.

„Ich lege Wert auf originelle Texte und freies Vortragen“, erklärt Student Nico Kalendruschat. „Mir hat der Mainzer Artem Zolotarov gefallen.“ Birte Kimmel hingegen kann sich kaum für einen Favoriten entscheiden. „Ich war schon bei vielen mittelmäßigen Poetry-Slams und bin überrascht, wie gut alle waren“, gesteht die 24-Jährige.

Neben dem Mainzer Artem Zolotarov und dem Mannheimer Frédéric Zaus qualifiziert auch Anne Kalkbrenner sich für die nächste Runde. Dort landet sie mit ihrer Kritik über den Schönheitswahn auf dem zweiten Platz.

Sieger im Publikums-Entscheid wird Zolotarov. „Da hat sich der lange Weg gelohnt“, meint der 27-Jährige, der einen Workshop in Ahrenshoop gewonnen hat.

In der Kategorie „Jury-Preis“ setzt sich Marock Bierlej aus Bochum vor der Greifswalderin Theresa Steigleder durch und gewinnt einen Auftritt bei der Show „Prosanova“ im Literaturhaus.

„Für uns waren die Qualität der Texte sowie die Performance ausschlaggebend“, erklärt Erik Münnich, einer von drei Juroren. „Bierlej hat gut und viel interagiert.“

Anne Kalkbrenner, die nicht zur engeren Auswahl der Jury gehört, ist zufrieden mit ihrem zweiten Platz beim Zuschauer-Voting. „Mir geht es nicht ums Gewinnen, sondern darum, meine Gefühle in Texten auszudrücken“, sagt sie.

In der kommenden Woche steht die Rostockerin erneut auf der Bühne – beim Bundesentscheid in Stuttgart. Die Chance, auch bei den „Master of Slam“ noch einen Preis zu gewinnen, bleibt ihr. In der kommenden Woche wird online über den „Facebook“-Preis abgestimmt.

• Internet: www.facebook.com/StudierenMitMeerwert

Katharina Ahlers

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