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Junge Straftäter säubern Unterführung

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Junge Straftäter säubern Unterführung

Richter, Jugendgerichtshilfe und Bundespolizei wollen eine Stadt ohne Graffitis

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Ausschlafen oder die Sonne genießen konnten am Samstag vier junge Straftäter nicht. Sie mussten beim Anti-Graffiti-Aktionstag die Straßenbahnunterführung an der Parkstraße schrubben und neu streichen. Bei der Aktion leisteten sie einen Teil ihrer Sozialstunden ab, zu denen sie verurteilt worden waren.

„Wir machen das, weil wir wollen, dass Rostock sauberer wird – für die Anwohner und wie hier für die Reisenden“, sagte Monika Hirschke, Präventionsbeauftragte bei der Bundespolizei. Richterin Dagmar Lüthke geht noch einen Schritt weiter: „Wir wollen, dass Rostock graffitifrei wird. Das ist unser oberstes Ziel.“

Die Haltestelle Parkstraße ist eines der Drehkreuze der Stadt, auch wenn Hansa spielt – ein Grund für zahlreiche Graffitis, Schmierereien, Aufkleber und Plakate. Sie alle mussten runter.

Im Fall der Unterführung an der Parkstraße war die Deutsche Bahn Auftraggeber, denn ihr gehört sie. Für ihr Ziel einer sauberen Stadt setzen Lüthke, Hirschke und die Jugendgerichtshilfe aber auch auf private Hausbesitzer. Die können sich beim kommunalen Präventionsrat melden, wenn sie die Fassade ihres Hauses reinigen lassen wollen. Der Deal: Sie zahlen den Schutzlack selbst, den Rest erledigen die jungen Leute mit einer ansässigen Malerfirma. Finanziert wird das aus Geldstrafen. Die vier jungen Männer, die in weißen Schutzanzügen gegen die Farbe vorgingen, waren selbst wegen Sachbeschädigungen – Graffitis – verurteilt worden. Dass sie sich am Aktionstag beteiligten, komme vor Gericht gut an, sagte Richterin Lüthke und erzählte, dass es bei einem Wiederholungstäter auch schon eine Verurteilung zu zweieinhalb Jahren Haft gegeben hatte.

Die Unterführung soll künftig nicht einfach weiß bleiben. Den Tunnel soll demnächst ein neues Graffiti zieren – aber ein professionelles.

phs

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