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Kampf um Rheumapatienten vor Sozialgericht

Rostock Kampf um Rheumapatienten vor Sozialgericht

Die Versorgung der Erkrankten in Mecklenburg-Vorpommern ist gefährdet, deshalb muss das Südstadtklinikum in Rostock weiter ambulant behandeln dürfen, sagt die Deutsche Rheuma-Liga. Eine niedergelassene Ärztin hält dagegen: Sie hat kaum Patienten.

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Doreen Lankow (46) betreibt in Reutershagen eine Rheuma-Praxis. Ihr Mann Tobias Lankow (47) unterstützt sie dabei.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Das Sozialgericht Schwerin wird in Kürze darüber entscheiden, ob das Rostocker Südstadt-Klinikum weiter Rheuma-Patienten ambulant versorgen darf. Das Krankenhaus hat die Institutsermächtigung dazu verloren (die OZ berichtete) und arbeitet nun mit Einzelberechtigungen der kassenärztlichen Vereinigung für drei Ärzte am Standort Rostock.

Durch die Sondergenehmigungen sieht sich jedoch die neue niedergelassene Ärztin Doreen Lankow aus Reutershagen in Bedrängnis gebracht. „Ich habe zu wenig Patienten und muss meine Praxis zeitweise aus betriebswirtschaftlichen Gründen schließen. Meine Existenz steht auf dem Spiel“, sagt die Rostockerin.

Für Doreen Lankow ist klar: „Laut Ärzteverordnung haben niedergelassene Ärzte bei der ambulanten Versorgung Vorrang vor Krankenhausärzten.“ Die Ermächtigungen für die drei Mediziner am Südstadt-Klinikum dürfe es daher nicht geben.

Die Selbsthilfeorganisation Deutsche Rheuma-Liga in MV (DRL) kritisiert hingegen das Aus für die Institutsermächtigung des Südstadt-Klinikums. „Es ist bedauerlich, dass ein funktionierendes und zukunftsorientiertes rheumatologisches Zentrum geschwächt wird“, sagt DRL-Vizepräsident Jörg Foitzik. Seine Organisation habe viele Hinweise von Betroffenen aus MV erhalten, die erhebliche Probleme deutlich machten.

Doreen Lankow verweist jedoch auf die drei neuen niedergelassenen Rheumatologen in Rostock, Bad Doberan und bald Ribnitz-Damgarten. Sie würden die ambulante Versorgung nun übernehmen und unter anderem durch Wohnortnähe verbessern.  

Von Wornowski, André

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