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Kaum Rückendeckung für Hausbesetzer

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Kaum Rückendeckung für Hausbesetzer

Bürgerschaftsfraktionen lehnen zum großen Teil die Forderung nach mehr Freiräumen für die linke Szene ab

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Hausbesetzung des ehemaligen Elisabeth-Heimes an der Ulmenstraße dauert an. Die Gruppe „Betty bleibt“ hält an ihrer Forderung fest, das baufällige Gebäude zu erhalten und zu einem selbstverwalteten Treffpunkt für Initiativen aus der linken Szene zu machen. Doch für diesen Vorstoß gibt es weder im Rathaus noch in der Bürgerschaft Rückendeckung. Einzig Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer unterstützt die Hausbesetzer öffentlich.

Im sozialen Netzwerk Facebook schreibt Flachsmeyer über die Besetzung: „Es ist in manchen Notsituationen richtig, auch mal unkonventionell und schnell zu handeln.“ Wenn die alte Orthopädie wie geplant vom Eigentümer, dem Studentenwerk Rostock, abgerissen wird und dort neue Wohnungen für angehende Akademiker sowie eine Mensa entstehen, würde Rostock ein weiteres Stück Identität verlieren.

Doch für seine offene Unterstützung der Besetzer kritisiert ihn selbst Fraktionskollege Torsten Sohn: „Ich bin auch klar für den Erhalt der Gebäudestruktur des Elisabeth-Heimes. Allerdings habe ich ein Problem, wenn daraus nun Ansprüche für Selbstverwaltung und soziale Freiräume erwachsen.“ Linken-Chefin Eva-Maria Kröger kann die Forderung nach mehr Freiraum zwar verstehen: „Die ist berechtigt.“ Das große Aber: „In anderen Stadtteilen gibt es da größeren Bedarf als in der KTV und der Stadtmitte.“ Das klingt bei Sozialsenator Steffen Bockhahn (ebenfalls Linke) ähnlich: In der Umgebung der Ulmenstraße gäbe es das Peter-Weiss-Haus, das Wohnprojekt Awiro sowie das JAZ. Immer wieder würden an ihn Anfragen für Räume herangetragen. Genau dafür seien die neun Stadtteil- und Begegnungszentren gedacht, so Bockhahn. Bürgerschaftsmitglied Christian Reinke (SPD) bezeichnete den Bau einer neuen Mensa und neuer Studentenwohnungen an Stelle der „Betty“ als „notwendig“. Und CDU-Chef Daniel Peters erwartet nun eine zügige Räumung der „Betty“.

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