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Kein Platz: Muslime müssen draußen beten

Rostock Kein Platz: Muslime müssen draußen beten

Die Rostocker Moschee, eine Baracke in der Südstadt, ist völlig überfüllt. Schon seit Jahren soll ein Neubau her – doch der Islamischen Gemeinde fehlt Geld.

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Zum Freitagsgebet haben nicht alle Teilnehmer Platz in der Moschee in der Erich-Schlesinger-Straße. Die Gläubigen müssen daher auf dem Parkplatz beten.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Weil die Rostocker Moschee überfüllt ist, müssen mehr als 100 Muslime draußen beten: Bei Regen, barfuß und auf dem Parkplatz knieend. Ein Holzstangen-Gerüst mit Kunststoffdach bietet ihnen Schutz. „Die Lage hat sich sehr verschlechtert“, sagt Ahmed Maher Fakhouri, Vorsitzender des Islamischen Bundes (IB) in Rostock.

Fakhouri schätzt, dass heute rund 700 Muslime zur Gemeinde in der Hansestadt gehören. Vor der Flüchtlingsbewegung im vergangenen Jahr seien es halb so viele gewesen. Und schon da habe der Platz im Gebetsraum der Moschee kaum ausgereicht. Daher sollte ein Neubau her.

Bereits seit 2010 gibt es die Pläne für eine neue Moschee. Doch von den 1,2 Millionen Euro, die dafür gebraucht werden, hat der Islamische Bund laut Fakhouri erst rund 100 000 Euro zusammen. Das Problem: Da es im Islam keine Steuern gebe, müssten solche Bauprojekte durch Spenden finanziert werden.

„Wir planen eine große Kampagne, um jetzt noch einmal Schwung zu nehmen“, sagt Fakhouri. Er würde sich freuen, wenn auch Firmen oder Einrichtungen aus Rostock und Mecklenburg-Vorpommern die Gemeinde unterstützen würden.

Für den Chef des Islamischen Bundes ist klar: „Wir brauchen eine Zwischenlösung, um die Situation zu entschärfen.“ Der Rostocker Eigenbetrieb KOE (Kommunale Objektbewirtschaftung und -Entwicklung) ist bereits auf der Suche nach Räumlichkeiten, wie ein Sprecher mitteilte.

Spenden für eine neue Moschee gehen auf das Konto mit der IBAN: DE79 1305 0000 0200 1028 50, Ostseesparkasse Rostock, Empfänger: Der Islamische Bund in Rostock e.V.

Von Wornowski, André

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