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Kein gutes Jahr für die Störche

GÖLDENITZ Kein gutes Jahr für die Störche

In diesem Jahr war vom Storchennest vor dem Miniland kein frohes Storchengeklapper zu vernehmen. Der Horst war nicht besetzt. So wie in Göldenitz war es auch andernorts.

Göldenitz. In diesem Jahr war vom Storchennest vor dem Miniland kein frohes Storchengeklapper zu vernehmen. Der Horst war nicht besetzt. So wie in Göldenitz war es auch andernorts. „Das Storchenjahr 2016 ist im alten Landkreis Bad Doberan das schlechteste aller Zeiten“, hat Professor Stefan Kroll festgestellt. Nie gab es eine so geringe Anzahl von Brutpaaren, nie wurden so wenige Jungstörche flügge. Der Storchenbetreuer kann dabei auf Zählungen seit 1901 zurückgreifen.

 

OZ-Bild

2016 gab es so wenig Storchennachwuchs wie nie.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Ein Zahlenvergleich dar letzten Jahre zeigt den beängstigenden Rückgang bei den Weißstörchen. 2004 gab es 91 Horstpaare mit 154 Nachkömmlingen. 2015 waren es 51 Paare, die 67 Jungstörche aufzogen. In diesem Jahr ging die Zahl auf 45 zurück. Nur 34 Jungstörche konnten die Reise nach Afrika antreten, 32 wurden beringt.

Professor Kroll kennt die Ursachen. In afrikanischen Ländern gab es Dürre und Nahrungsmangel. Verspätete Rückkehr, dann der Kampf um schon besetzte Nester mit der Folge der Gelegevernichtung, so in Petschow und Liepen, aber auch Brutverweigerung durch Spätheimkehrer sind zu nennen. Gegenüber dem Vorjahr blieben viele Nester unbesetzt. Dazu zählen jene in Dummerstorf, Klein Schwaß, Pankelow auf dem Schornstein, an der Kita Broderstorf und in Wolfsberg.

Durch die Trockenheit im April und Mai fehlte das Storchenkükenfutter, die Regenwürmer. Ganze Bruten verhungerten. Volkenshagen, Thulendorf, Vogtshagen: alle Jungvögel tot. In Satow wurden gleich vier tote Jungvögel aus dem Nest geholt. Professor Kroll berichtet, dass es im alten Landkreis Bad Doberan für den Weißstorch zu wenige geeignete Nahrungsflächen gibt. So fehlen Tümpel und Teiche, die auch bei Trockenheit genügend Wasser führen. Im Landesvergleich schneidet der Altkreis seit Jahren beim Bruterfolg besonders schlecht ab. So bleibt der Wunsch, dass im nächsten Jahr solche Bruterfolge wie in diesem Jahr in Wendfeld, drei Jungvögel wurden flügge, eintreten.

Jürgen Falkenberg

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