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Keine Grusel-Ecke mehr am S-Bahnhof Lichtenhagen

Groß Klein Keine Grusel-Ecke mehr am S-Bahnhof Lichtenhagen

Neue Fahrradbügel und sanierter Gehweg werten Groß Kleiner Viertel auf

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Uwe Michaelis (v. l.), Thomas Ebeling, Sigrid Hecht, Jörg Kleinert, Thorsten Gebhards und Uwe Leonhardt spazieren auf dem neuen Gehweg. Links sollen noch zwölf Bäume gepflanzt werden.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Groß Klein. Auf dem neuen Gehwegpflaster liegt noch der überschüssige Sand vom Verfüllen der Fugen, am Wegesrand wächst frisches Grün und die neuen Fahrradbügel sind noch fast unbenutzt: Auf der Groß Kleiner Seite des S-Bahnhofs Lichtenhagen hat sich sichtlich etwas getan. „Früher war hier eine Grusel-Ecke, in der sich immer Müll angesammelt hat“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Uwe Michaelis (SPD) mit Blick auf den Radlerparkplatz. Die ist nun verschwunden: Gestern wurde die sanierte Fläche übergeben.

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Neue Fahrradbügel und sanierter Gehweg werten Groß Kleiner Viertel auf

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Mit dem erneuerten, knapp 150 Meter langen Gehwegstück und den 17 Fahrradbügeln sei die seit Jahren dauernde Umgestaltung des Areals zwischen Klenow Tor und dem S-Bahnhof abgeschlossen, erklärte Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). „Für Hunderte Nutzer täglich ist die Zeit der Stolperfallen und Pfützen nun endlich vorbei“, freute sich der Senator. Durch die Maßnahme sei vor allem der Eingangsbereich des Bahnhofs erheblich aufgewertet worden.

Etwa 156000 Euro kosteten die Arbeiten, etwa die Hälfte davon stammte aus Fördermitteln. Zwölf Bäume sollen noch gepflanzt werden. Rund 90 Prozent der Gehwege in Groß Klein sind damit saniert. Als Nächstes ist nun der Seelotsenring dran. „Die Arbeiten wurden von den Anwohnern sehr aufmerksam verfolgt“, sagte Ortsbeirat Michaelis. „Sie hätten mal sehen müssen, wie das vorher hier ausgesehen hat.“

Gerade angesichts der wieder gestiegenen Beliebtheit des Neubauviertels seien gute Wege wichtig. „In den letzten Jahren sind viele junge Familien nach Groß Klein gezogen“, sagte Michaelis. Alleine seit 2015 stieg die Einwohnerzahl um mehr als 1000 auf jetzt 13200. Nach der Wende waren es zeitweise weniger als 10000.

Allerdings hätten auch Bewohner aus dem benachbarten Lichtenhagen gefragt, warum die Wege auf ihrer Seite der S-Bahnstrecke nicht genauso gründlich saniert werden, so der Ortsbeirat. Laut Sigrid Hecht, Geschäftsführerin der Stadterneuerungsgesellschaft RGS, liegt das daran, dass die Baumaßnahme über das Projekt „Die soziale Stadt“ realisiert wurde. Groß Klein profitiert seit Anfang an von dem Programm, Lichtenhagen noch nicht. „Wir prüfen, ob wir noch weitere Stadtteile in das Programm aufnehmen, darunter auch Lichtenhagen“, sagte Hecht.

„Wir haben einen enormen Sanierungsstau bei Rad- und Gehwegen“, räumt auch Senator Müller-von Wrycz Rekowski ein. „Es gibt noch Stadtteile, in denen seit der Wende kaum ein Weg saniert wurde.“

Darunter falle eben auch Lichtenhagen, so wie auch Lütten Klein, Reutershagen, die Südstadt, aber auch Warnemünde. „Da müssen wir noch viel Geld in die Hand nehmen“, sagte der Senator.

Der Rostocker Mobilitätskoordinator Steffen Nozon betonte: „Sichere Rad- und Gehwege bedeuten auch Teilhabe für ältere und gehbehinderte Menschen am gesellschaftlichen Leben.“ Er lobte die neuen Fahrradbügel. Davon gebe es inzwischen rund 1000 in der Hansestadt. „In den nächsten Jahren werden noch mal rund 200 dazukommen, etwa am Neuen Friedhof und in Hohe Düne“, kündigte er an. Geplant seien auch abschließbare Boxen. „Die Fahrräder werden immer hochwertiger und müssen sicher verwahrt werden.“

Der Landesvorsitzende des Fahrradclubs ADFC, Martin Elshoff, begrüßte die neuen Anschließ-Möglichkeiten in Groß Klein, aber: „Nötig wären auch mehr Bike&Ride-Angebote am Stadtrand, etwa in Dierkow oder Brinckmansdorf.“ Dort könnten dann Pendler ihr Auto parken und auf ihr sicher abgestelltes Rad umsteigen.Auch in der Innenstadt gebe es noch Bedarf für Fahrradbügel, etwa Am Brink und am Doberaner Platz, wo viele Studenten unterwegs seien. „Es wäre ein mutiger Schritt der Stadt, dort ein paar Parkplätze für Autos wegzunehmen. Auf jeden Parkplatz passen fünf oder sechs Fahrradbügel“, so der ADFC-Vorsitzende.

Axel Büssem

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