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Kinder-Krebsstation droht Aus: Rostock braucht Greifswalds Hilfe

Rostock/Greifswald Kinder-Krebsstation droht Aus: Rostock braucht Greifswalds Hilfe

Der Uni-Klinik fehlt Personal – vor allem im Pflegebereich / Um eine Schließung zu verhindern, wollen beide Hochschulen ein gemeinsames Kinder-Krebszentrum gründen

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Der Rostocker Prof. Christian Schmidt

Quelle: Arscholl

Rostock/Greifswald. Für Hunderte kleine Patienten aus dem gesamten Land ist die Kinder-Krebsstation der Uni-Klinik in Rostock jedes Jahr die Rettung. Doch: Der Einrichtung droht das Aus – weil der Bund die Anforderungen verschärft hat und die Rostocker Onkologie nicht mehr genügend Fachkräfte nachweisen kann. Um eine Schließung zu verhindern, holt sich Rostocks Uni-Medizin nun Hilfe von der Schwester-Klinik in Greifswald. Ärzte und Fachpflegekräfte der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Vorpommern sollen künftig in Rostock den Betrieb der Kinder- Krebsstation absichern. Und damit nicht genug: Die Unis planen, ihre Kinder-Onkologien mittelfristig zu fusionieren.

Unimedizin in Rostock und Greifswald

3400 Mitarbeiter zählt die Universitätsmedizin in Rostock. Sie verfügt über 1028 stationäre Betten. 2238 Studierende werden in den Uni-Kliniken ausgebildet.

4900 Mitarbeiter beschäftigt die Greifswalder Universitätsmedizin. Sie hat 922 Betten und zählt 1714 immatrikulierte Studenten. 31 Millionen Euro will die Unimedizin bis 2019 einsparen.

Schon seit Jahren gibt es in der Rostocker Kinder-Krebsklinik personelle Engpässe, räumt der ärztliche Vorstand der Uni-Medizin, Prof. Christian Schmidt, ein. „Im Land gibt es insgesamt vier Kinder-Onkologien. Doch um die alle adäquat besetzen zu können, gibt es nicht genügend Fachkräfte in MV. Selbst bundesweit wird es eng“, so Schmidt. Auch das zuständige Sozialministerium in Schwerin bestätigt: „Diese Experten wachsen nicht auf den Bäumen. Insofern begrüßen wir die Kooperation der Unis ausdrücklich“, so Christian Möller, Sprecher von Sozialministerin Birgit Hesse (SPD).

Zumal der Bund in diesem Jahr die Anforderungen noch verschärft habe: „Und wenn eine Klinik die nicht erfüllt, zahlen die Kassen auch nicht für die Behandlungen“, erklärt der Rostocker Vorstand.

Ein Aus für die Station käme aber für nicht in Frage: „Das ist nicht nur eine Frage der Vernunft, sondern auch eine Herzensangelegenheit. Also hätten die Rostocker in Greifswald um Hilfe gebeten.

„In Greifswald haben wir noch genügend Personal. Wir haben über Jahre darauf geachtet, dass es gar nicht erst zu Engpässen kommt“, sagt Prof. Dr. Holger Lode, Chef des Eltern- Kind-Zentrums der Greifswalder Unimedizin und zugleich Leiter der Kinderonkologie. Wieso das in Rostock anders gelaufen ist, könne er aber nicht beurteilen. „Aber natürlich kommen wir unseren Kollegen entgegen.“ Im Klartext: Die beiden Uni-Kliniken werden sich künftig Personal teilen. „Dabei geht es in erster Linie um Fachpflegekräfte, die an beiden Standorten eingesetzt werden“, sagt Lode.

Sein Chef, der Greifswalder Uni-Vorstand Dr. Thorsten Wygold geht sogar noch einen Schritt weiter : „Wir planen, ein gemeinsames standortübergreifendes Zentrum zu gründen – eine gemeinsame KinderOnkologie.“ Und weiter: „Greifswald als der etwas größere Partner auf diesem Gebiet kann dabei Rostock unterstützen. Die Vorbereitung läuft.“ Die Pläne sollen in wenigen Monaten dem Land vorgestellt werden. Seite 2

Andreas Meyer

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