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Kinder-Uni: Wie die Nachricht auf den Bildschirm kommt

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Kinder-Uni: Wie die Nachricht auf den Bildschirm kommt

Über 400 Zuhörer lernen Reporter kennen / Knirpse als Nachrichtensprecher

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Ganz selbstbewusst liest Gregor (10) vor den etwa 400 Zuschauern die Nachricht vor, wer neuer Flughafenchef wird. FOTOS: OVE ARSCHOLL

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Dass es bei der Kinder-Uni Kameras gibt, die mal das Publikum und mal den Gastdozenten auf große Leinwände bringen, daran sind die kleinen und großen Zuhörer ja gewöhnt. Aber so ein Nachrichtenpult mit Mikrofon und dazugehörigem Bildaufnahmegerät ist im Audimax schon etwas Besonderes.

OZ-Bild

Über 400 Zuhörer lernen Reporter kennen / Knirpse als Nachrichtensprecher

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Gestern Nachmittag hat Stefan Horn, Leiter des NDR-Studios in Rostock, den über 400 Kindern und Erwachsenen erklärt, wie die Nachricht ins Fernsehen kommt. Und der Clou dabei: Fünf Kinder haben sich direkt selbst als Nachrichtensprecher ausprobieren dürfen. Die Erste hatte es dabei natürlich am schwersten. Die zehn Jahre alte Emma war ganz schön aufgeregt, als sie die Nachricht über die Geflügelpest von einem Zettel ablas. Wie sie, hatte sich auch Gregor freiwillig für die Aktion gemeldet. Selbstbewusst trat er hinter das Rednerpult, schaute kurz aufs Blatt und wartete auf das Zeichen von Horn, beginnen zu können. Dann trug der Zehnjährige ganz gelassen vor, wer nun neuer Chef des Flughafens Rostock-Laage wird. Ebenfalls eine echte Nachricht, die so auch erst kürzlich im Fernsehen gelaufen ist, trug Noah (9) vor. Und zwar so souverän, dass Journalist Horn ihn gleich nach seiner Telefonnummer fragte.

Bis so ein Text von einem Sprecher überhaupt in die Kamera gesprochen werden kann, sei es ein langer Weg, verriet Horn. „Wir brauchen zum Beispiel Material, das wir senden können“, sagte er. Und das besorgen Reporter. Entweder werden sie zum Ort des Geschehens hingeschickt. Oder sie machen sich selbst auf den Weg zu Bränden, Unfällen und anderen Ereignissen, die plötzlich auftreten. Das sind in der Regel freie Mitarbeiter, also solche, die nicht nur für den Norddeutschen Rundfunk arbeiten. Zu ihnen gehört der Polizeireporter Stefan Tretropp, der auch für die OSTSEE-ZEITUNG aktiv ist. Er hat den Kindern gestern Nachmittag viele Fragen zu seinem aufregenden Reporterleben beantwortet. Tag und Nacht stünde er auf Abruf, um schnell mit seiner Kamera und der Tontechnik dort zu sein, wo auch Feuerwehr oder Polizei im Einsatz sein müssen. „Wie erfahren Sie denn, dass irgendwo etwas passiert ist?“, will ein Kind wissen. „Zum Beispiel werde ich per WhatsApp von Leuten informiert, die selbst vor Ort sind oder mich informiert jemand von der Polizei oder der Feuerwehr“, erzählte er und fügte noch schmunzelnd hinzu, dass es natürlich auch noch andere Wege gebe, die aber „Dienstgeheimnisse“

seien. Direkt nach den Aufnahmen bereitet er das Material für den Sender vor. „Und wir entscheiden dann, ob wir den Beitrag brauchen und auch, ob er gekürzt werden muss“, ergänzte Horn.

Nach einer Redaktionskonferenz, in der alle Themen für den Tag geplant und vorgestellt werden und Reporter Material geliefert haben, übernehmen oft Mitarbeiter aus dem Studio Rostock die Nachbearbeitung. In einer Nachrichtensendung, so erklärte es Horn, gebe es zudem nicht nur Beiträge mit bewegten Bildern, sondern auch solche, zu denen nur ein Text vorgelesen wird und hinter dem Sprecher ein Standbild gezeigt wird. „Auch das müssen die Kollegen natürlich heraussuchen.“

Am beeindruckendsten fanden die Zuschauer schließlich den Beitrag, den Horn zeigte: Reporter hatten sich erkundigt, wie es einer Kuh ging, nachdem sie am Tag zuvor ins Eis eingebrochen war.

Nächstes Mal geht es um Wolken

Die letzte Kinder-Uni im Wintersemester beschäftigt sich kurz vor Weihnachten am 21. Dezember mit dem Thema: „Warum fallen Wolken nicht vom Himmel?“ Franz-Josef Lübken vom Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn wird den Kindern und Erwachsenen im Hörsaal Audimax diese und viele weitere Fragen beantworten.

Beginn der Kinder-Uni am 21. Dezember ist wie immer um 15 Uhr. Der Hörsaal ist auf dem Campus Ulmenstraße.

Claudia Tupeit

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