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Klar zum Entern: Wikinger erobern neuen Zoospielplatz

Barnstorfer Wald Klar zum Entern: Wikinger erobern neuen Zoospielplatz

An der „Jägerhütte“ ist ein Tobeparadies für tollkühne Mädels und Jungs entstanden / Direktor Nagel bläst mit mittelalterlichem Horn zum Sturm auf die Spielgeräte

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Sie wollen nur spielen: Die wilden Wikinger Elia (5, l.) und Ole (4) entern den neuen Spielplatz im Zoo.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl/ Jens Büttner

Barnstorfer Wald. Unerschrocken reitet Ole auf dem Hals des großen Drachens. Dabei ist der Junge gerade mal vier Jahre alt. Angst braucht der tollkühne Knirps vor dem Ungeheuer trotzdem nicht zu haben. Schließlich ist das Monstrum aus Holz und klebt am Bug eines Wikingerschiffes. Das liegt im Rostocker Zoo vor Anker. Im neuen Wikinger-Dorf an der Jägerhütte.

Viele Helfer

12 Monate lang wurde das Wikinger-Dorf geplant. 60000 Euro hat der neu gestaltete Spielplatz an der Jägerhütte gekostet. Er wurde durch Spenden und mit Unterstützung der Möbelhauskette „Wikinger“ finanziert. Hinzu kommen etliche freiwillige Überstunden, die die Zoomitarbeiter in die Umsetzung des Projektes investiert haben.

Der Spielplatz ist gestern feierlich eröffnet worden. Klar, dass Nachwuchs-Seekrieger Ole mit dabei ist und Klettergerüste und Karussells entert. Das Wikingerschiff hat schon nach wenigen Minuten sein Okay. „Ich find‘s toll“, juchzt der Vierjährige vergnügt. Verstärkung beim Spielplatztest bekommt Ole von mehr als zwei Dutzend Jungs und Mädels aus den Kitas „Am Schwanenteich“ und „Flotte Waldkäfer“. Gewappnet mit Wikingerhelmen turnt die Bande durch das Spieledorf. Mit dem hat der Zoo seinen Gästen und sich selbst einen langgehegten Wunsch erfüllt. „Wir wollten den Spielplatz an der Jägerhütte schon seit Jahren neu gestalten, haben es aber nie geschafft. Jetzt hat es endlich geklappt“, freut sich Udo Nagel. Dass auch in seinen Adern Wikingerblut fließt, beweist der Zoodirektor zur Eröffnung: Mit einem kräftigen Stoß ins mittelalterliche Rufhorn bläst Nagel zum Sturm auf die Spielgeräte. Die Kinder lassen sich nicht zweimal bitten und erobern prompt den Platz. Nasskaltes Schmuddelwetter? Egal. So etwas kann hartgesottene Wikinger nicht schrecken.

Den Spielspaß ermöglicht hat das ein Spender, der sich als „Wikinger“ buchstäblich einen Namen gemacht hat. Claus Ruhe Madsen, Chef der Möbelhauskette Wikinger, hat das 60000 Euro teure Projekt mitfinanziert. Für ihn eine Herzensangelegenheit. „Es ist wichtig, dass sich Unternehmer in der Region und für die Menschen hier engagieren.“ Zu sehen, wie sich die Kinder über den neugestalteten Spielplatz freuen, dass sei für ihn die Bestätigung, dass sein Geld hier gut angelegt sei.

Ein Jahr Planung, eineinhalb Monate Bauzeit und viele freiwillige Überstunden der Zoomeisterei-Mitarbeiter: Das Wikinger-Dorf ist bereit für Gäste, doch noch lange nicht komplett. Auch wenn auf dem Sandplatz schon viele Geräte zum Spielen einladen — Bauschluss ist noch lange nicht. Das Platz soll in den kommenden Jahren Stück für Stück aufgemöbelt werden. „So können die Kinder immer wieder etwas Neues entdecken, und es bleibt für sie spannend“, erklärt Madsen.

Seekrieger mit unstillbarem Spieltrieb dürfen sich auf ein weiteres Tobeparadies freuen. Claus Ruhe Madsen plant ein zweites Wikinger-Dorf in Warnemünde, am Strandaufgang 12. Das wird, sobald es steht, bestimmt auch der kleine Ole ausprobieren. Ehrensache für einen waschechten Wikinger wie ihn.

Von Antje Bernstein

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Rostock
Zwei Wikinger entern den Spielplatz: Elia (5, l.) und Ole (4) freuen sich über die neuen Spielgeräte im Rostocker Zoo.

Der Spielplatz an der Jägerhütte ist mit neuen Klettergerüsten und Karussells aufgemöbelt worden. Kita-Kinder durften das Tobeparadies Donnerstagmittag erstmals entern.

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