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Klares Votum: Busse sollen häufiger fahren

Rostock-Gehlsdorf Klares Votum: Busse sollen häufiger fahren

Die Busverbindung nach Gehlsdorf ist das zentrale Problem. Das ist das Ergebnis einer großen Stadtteilumfrage der OSTSEE-ZEITUNG. Mehr als 80 Prozent der Befragten wünschten sich, dass die Anbindung an den städtischen Nahverkehr verbessert werden müsste.

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„„Ich hätte bei einigen Fragen ein deutlicheres Ergebnis erwartet. Die Mehrheit hat unseren Kurs als Ortsbeirat aber bestätigt.“ Kurt Massenthe (UFR), Ortsbeirat

Rostock-Gehlsdorf. Sie haben den Ortsbeirat eingeschaltet, sie haben Unterschriften gesammelt und sie haben nun bei der großen „OZ-Stadtteil-Umfrage“ erneut deutlich gemacht:

OZ-Bild

Die Busverbindung nach Gehlsdorf ist das zentrale Problem. Das ist das Ergebnis einer großen Stadtteilumfrage der OSTSEE-ZEITUNG. Mehr als 80 Prozent der Befragten wünschten sich, dass die Anbindung an den städtischen Nahverkehr verbessert werden müsste.

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Die Menschen in Gehlsdorf wollen, dass der Bus in dem Stadtteil wieder häufiger fährt. Mehr als 80 Prozent der Befragten sagten: „Ja, vor allem in Richtung Innenstadt ist die Anbindung ausbaufähig.“ Der Ortsbeirat sieht sich dadurch in seinem bisherigen Bestreben bestätigt: „Wir wollen, dass der Bus wieder wie früher alle Vierstelstunde statt alle 20 Minuten fährt“, sagt Ortsbeiratschef Kurt Massenthe (UFR). Zumal in Gehlsdorf rund 1000 neue Wohnungen entstehen sollen – und der Bedarf dadurch weiter zunehmen wird.

Zwei Wochen lang haben Meinungsforscher im Auftrag der OSTSEE-ZEITUNG Menschen aller Altersstufen am Telefon zu dem Busverkehr und zu weiteren Themen in Gehsldorf befragt. Auch bei einer Abstimmung im Internet konnten die Bürger ihre Sicht auf insgesamt fünf aktuelle Fragen äußern. Mehr als 250 Menschen im Stadtteil sagten ihre Meinung.

Das deutlichste Ergebnis gab es auf die Frage, ob der Bus häufiger fahren soll. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) sieht hier jedoch keine Probleme: „Mit dem auf der Linie 45 angebotenen tagesdurchgängigen 20-Minuten-Takt von Montag bis Freitag kann die derzeitige Nachfrage gut abgedeckt werden“, teilt RSAG-Sprecherin Beate Langner mit. Und sollte es durch neue Wohngebiete zu deutlichen Nachfrage-Zuwächsen kommen, würde geprüft, das Angebot zu verstärken, so Langner.

Auch im Gespräch mit den Meinungsforschern äußerten die Menschen im Stadtteil ihren Unmut über das aus ihrer Sicht unzureichende Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs. Vor allem, wer oft Konzerte besuche oder gern ins Theater gehe, habe ein Problem, sagt OZ-Leserin Gerti Oberbeck. Ihr Fazit: „Rentner ohne Auto bleiben in diesem schönen Stadtteil auf der Strecke.“

Ein Vorschlag der Befragten lautet, wieder eine Straßenbahnlinie nach Gehlsdorf fahren zu lassen. Doch auch hier sieht die RSAG nicht genügend Nachfragepotenzial, um Bau und Betrieb wirtschaftlich vertretbar gestalten zu können: „Aufgrund der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl von Gehlsdorf und der geringen Siedlungsdichte – überwiegend lockere Bebauung – gibt es derzeit keine Planungen zum Bau einer Straßenbahn-Neubaustrecke nach Gehlsdorf“, teilt Lagner mit.

Bei den anderen Fragen der „OZ-Stadtteil-Umfrage“ bestätigten 76 Prozent der Befragten, dass auf Fähr- und Pressentinstraße zu viel Verkehr herrsche. 66 Prozent halten eine Umgehungsstraße für notwendig. Ortsbeiratschef Massenthe ist davon überrascht: „Ich hätte ein deutlicheres Ergebnis erwartet.“ Auch dass „nur“ 59 Prozent für eine Ampel auf Höhe der Schule stimmten, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, erstaunt ihn. Die „Gegner“ seien offenbar Autofahrer, die in der Ampel einen weiteren Störfaktor für den fließenden Verkehr sehen.

Die meisten Nein-Stimmen gab es bei der Frage „Soll der Uferweg umgestaltet werden?“. Knapp ein Drittel der Befragten wünscht sich hier, dass alles so bleibt, wie es ist. 64 Prozent hingegen sagen: „Wir brauchen hier eine Flaniermeile mit Gastronomie.“

Für Ortsamtsleiter Wolfgang Westphal ist beides wichtig: Auf der einen Seite solle Rostocks schönster Standort mit Blick auf die Stadt-Silhouette erhalten bleiben, auf der anderen Seite könne er jedoch auch die eine oder andere Ergänzung vertragen. „Es gibt hier interessante Ansätze, die das besondere Flair nicht beeinträchtigen würden“, so Westphal.

OZ-Stadtteil-Umfragen

Ihre Meinung ist gefragt:

Wie stehen Sie zu den Projekten in der Hansestadt? Was muss sich in Ihrem Stadtteil verändern? Welcher Probleme müssen sich Politik und Verwaltung annehmen?

In der neuen Serie der OSTSEE-ZEITUNG, den „OZ-Stadtteil-Umfragen“, wollen wir Ihre Meinung wissen. In regelmäßigen Abständen rücken wir einen anderen Stadtteil und seine wichtigsten Themen in den Fokus. Bereits erschienen: Lütten Klein und Gehlsdorf.

Einen Gutschein in Höhe von 75 Euro für das Globus SB-Warenhaus haben bei der aktuellen Umfrage jeweils Thomas Mundt und Karin Schwieg gewonnen.

André Wornowski

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