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Kleingärtner fordern Flächen vom Rathaus

Stadtmitte Kleingärtner fordern Flächen vom Rathaus

Kleingärten müssen Platz für Wohnungen machen, in den nächsten Jahren könnten bis zu 1000 der etwa 15000 Parzellen verloren gehen. Der Verband der Gartenfreunde fordert jetzt schon Ersatz.

Stadtmitte. Kleingärten müssen Platz für Wohnungen machen, in den nächsten Jahren könnten bis zu 1000 der etwa 15000 Parzellen verloren gehen. Der Verband der Gartenfreunde fordert jetzt schon Ersatz. „Dazu ist die Stadt nach Gesetzeslage verpflichtet“, sagt der Vorsitzende Christian Seifert. Auch die SPD-Fraktion möchte wissen, ob und wo neue Flächen ausgewiesen werden können. Das Ergebnis soll der Oberbürgermeister bis September vorlegen.

 

OZ-Bild

Für den Wohnungsbau am Pulverturm in der Südstadt müssten mehr als 200 Parzellen aus vier Kleingartenvereinen weichen.

Quelle: Jens Wagner

Heute 1. Rostocker Gartenmesse

Der Verband der Gartenfreunde lädt heute, 12. März, zur ersten Rostocker Gartenmesse ins Christophorus-Gymnasium im Groß Schwaßer Weg ein. Von 10 bis 16 Uhr stellen sich 20 Vereine mit ihren Gartenanlagen vor. 15 Partner zeigen ihre Produkte bei Live-Musik und Catering.

Anlass sei die aktuelle Diskussion in der Südstadt, erklärt SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider. Dort sollen Kleingartenanlagen weichen, die Stadt bietet Ersatz in Kassebohm und an der Nobelstraße. Diese Ausweichmöglichkeiten reichten nicht oder kämen aus anderen Gründen nicht in Frage, argumentiert die SPD. „Wir müssen uns genau angucken, wie die Auslastung der Anlagen ist“, so Wandschneider. Der Flächennutzungsplan sei auf die Frage zu überprüfen, wo neue Kleingartenanlagen entstehen könnten.

Im Amt für Stadtplanung sei die Ausweisung von Ersatzflächen „seit Jahren Thema“, heißt es auf Anfrage. Das belegten zwei Gebiete, die in rechtskräftigen B-Plan- Gebieten in Kassebohm und in der Nobelstraße festgesetzt sind. Dort wären nur 15 beziehungsweise bis 50 Gärten möglich, erklärt Christian Seifert. Das reiche bei weitem nicht aus, und Kassebohm sei für die Südstädter auch zu weit entfernt.

Wohnungsbau habe oberste Priorität, betont der Landtagsabgeordnete und ehemalige SPD-Fraktionschef in Rostock, Rainer Albrecht. Aber: „Es darf nicht sein, dass die Kleingärtner verunsichert werden, sie brauchen Ersatzflächen.“ Christian Seifert weiß, wie wichtig neue Wohnungen sind. Den Prüfauftrag der SPD, neue Flächen für Kleingärten zu suchen, nimmt er erfreut zur Kenntnis. 40000 Rostocker in 153 Vereinen hätten wohl in der Stadtpolitik doch noch ein Gewicht. Das große Problem: „Wir wissen nirgendwo genau, wann die Gärten wegkommen“, wünscht er sich Verlässlichkeit.

Grundsätzlich habe sich der Verband seit Jahren nicht mit der Suche nach neuen Flächen beschäftigt — obwohl klar war, dass einige Anlagen verschwinden würden. Eine solche Suche habe niemand für nötig gehalten, weil alle von sinkenden Einwohnerzahlen und somit auch weniger Interesse an Kleingärten in Rostock ausgegangen seien. Aktuell liege der Leerstand unter einem Prozent, und es gebe Wartelisten. Mit der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans wird sich die Stadt auch der Suche nach Ersatzflächen für die Kleingärtner „offensiv stellen“, heißt es nun aus dem Rathaus.

Von Thomas Niebuhr

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