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Kleingärtner wollen ihre Oasen als grüne Parkanlagen öffnen

Warnemünde Kleingärtner wollen ihre Oasen als grüne Parkanlagen öffnen

Viele Ideen bei erstem Gartentischgespräch für neues Entwicklungskonzept

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Auftakt der Gartentischgespräche mit Maria Julius (v.r.), Doreen Dühring, Uta Bach, Ulrich Chill, Ondra Kitzerow, Christian Seifert.

Quelle: Foto: Doris Deutsch

Warnemünde. Die Gartenanlagen als Grünflächen der Stadt begreifen, öffnen und ausbauen – dieses Ziel eint Kleingärtner und Stadtverwaltung. „Stadtplanung geht nicht ohne uns“, sagt Christian Seifert, Chef des Verbandes der Gartenfreunde, der 40000 Rostocker vertritt, die 15000 Parzellen bewirtschaften. Das Grünamt hat nun ein Kleingartenentwicklungskonzept für die Hansestadt in Auftrag gegeben. Das Modellvorhaben „Grüne Welle – Stadtgarten Rostock“, erarbeitet von der Lübecker Firma TPG, ist eines von bundesweit zwölf Vorhaben, die das Bundesministerium für Umwelt fördert.

Dialog geht weiter – nächste Gartentischgespräche

Gartentischgespräche: 7. 10.: Lichtenhagen,

10 - 12 Uhr (Gartenlokal Uns Goren, Warener Str. 53a); Südstadt, 14 - 16 Uhr (Goldeck, KGA Goldwiese, Neue Reihe) 11. 10.: Markgrafenheide, 14 - 16 Uhr (Am Radelsee, A.-Köbis-Str.

15); Lütten Klein, 17 - 19 Uhr (Hubertus, KGA Binz, Dorfstr. 99).

Info: www.gartenfreunde-hro.de

Beim ersten Gartentischgespräch am vergangenen Sonnabend im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Am Moor“ in Warnemünde konnten Gartenfreunde ihre Vorschläge, Wünsche und Sorgen einbringen. Maria Julius und Doreen Dühring von der TPG haben die Ideen notiert. Für die Erarbeitung des Konzepts haben die Landschaftsarchitekten in den letzten Wochen alle 153 Rostocker Gartenanlagen zwecks Bestandsaufnahme besucht. „Fast die Hälfte aller Grünflächen in der Stadt sind Kleingartenanlagen“, resümiert Maria Julius, „und die sind sehr gepflegt, das fällt auf.“ TPG habe zuvor ein Konzept für die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel erstellt. „Mit dem Ergebnis, dort fehlen Kleingartenanlagen“, erklärt Julius. „Wir kommen von außen und sind auf Informationen angewiesen“, ermuntert sie die Hobbygärtner zur Beteiligung am Konzept, das als Richtschnur für die Zukunft der grünen Oasen in den Flächennutzungsplan der Stadt einfließen soll.

„Natur und Artenvielfalt müssen erhalten bleiben“, nennt Kleingärtnerin Petra Bohn (62) ein Ziel. Das Vereinsleben sei wichtig, der Zusammenhalt der Generationen, der soziale Kontakt. „Die Gärten sind Ausgleichsräume für Gesundheit und Wohlergehen“, betont Ondra Kitzerow vom Vorstand der Warnemünder Anlage, von der die Initiative für einen „Kleingarten-Park“ ausgeht. „Wir haben dafür einen Gestaltungsbeirat gebildet“, berichtet der Vorsitzende Seifert, „wir wollen das Moor, unsere Anlage erlebbar machen.“ Die Idee der Gartenparks könne auch auf andere Stadtteile übertragen werden, in denen Grünflächen fehlen. Keine Abschottung, sondern Öffnung der Gartenanlagen. Doch wenn hier öffentliches Grün angeboten werde, müsse die Stadt dies auch stärker fördern mit Mitteln für Wege, Tore, Spielplätze, wie Seifert klarstellt.

„Wohnungsbau nicht auf Kosten der Kleingärtner“, fordern die Pflanzenliebhaber. Matthias Horn, Referent für Stadtentwicklung im Rathaus, versichert: „Wir wollen den Weg gemeinsam gehen, uns in die Betroffenen hineindenken, die Stadt mit den Menschen entwickeln.“ Der Dialog geht weiter.

Doris Deutsch

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