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Kletterer holen Greif vom Kirchturm

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Kletterer holen Greif vom Kirchturm

Heiligen-Geist-Kirche muss saniert werden / 375 000 Euro braucht die Gemeinde für die Arbeiten

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Instustriekletterer haben gestern den Greif vom Kirchturm abmontiert.

Quelle: Johanna Hegermann

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Gestern musste der kupferne Greif, der die Spitze des Kirchturms von Heiligen Geist in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) ziert, seinen angestammten Platz nach mehr als 100 Jahren verlassen. Der Grund: Wegen seines Alters beginnt die Konstruktion zu zerfallen.

„Durch Erosion sind bereits Teile abgefallen“, sagt Pastor Marcus Antonioli. Festgestellt hat die Kirchengemeinde das nur, weil ein Industriekletterer den Verfall bemerkt hatte. Von unten ist das kaum ersichtlich. „Wir müssen zweimal im Jahr das Gebäude begutachten. Wir wissen immer nur von den Kletterern, was da oben los ist“, sagt der Pastor.

Witterung und Alter machen nicht nur der Kirchturmspitze zu schaffen. Fast jeder Sturm sorge dafür, dass eine Dachpfanne beschädigt werde – trotz Mörtel und Klammern. Dringend nötige Sanierungsarbeiten stellen die Kirchengemeinde der KTV aber vor enorme finanzielle Herausforderungen. „Wir haben bereits 20000 Euro eingesetzt“, sagt Pastor Antonioli. Vor allem für Gutachten hätten sie das Geld ausgeben müssen. „Die Stabilität des Turms ist gefährdet“, sagt Antonioli. Das heiße zwar nicht, dass er akut einsturzgefährdet oder der Verkehr gefährdet sei, aber er müsse dringend saniert werden, damit es so weit nicht komme.

375000 Euro braucht die Kirchengemeinde für nötige Arbeiten und ist auf Spenden angewiesen, denn außerordentliche Fördermittel habe sie nicht bekommen. Allein könne sie das nicht bezahlen. „Das Gerüst ist ein großer Posten“, so der Pastor. Erst dann könnten Handwerker anrücken.

phs

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