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Konzept und Käufer für Zeeck’sche Villa gesucht

Stadtmitte Konzept und Käufer für Zeeck’sche Villa gesucht

Agentur Engel & Völkers vermarktet den Prachtbau an der August-Bebel-Straße für 2,45 Millionen Euro / Neuer Nutzer muss sich an Vorgaben des Denkmalschutzes halten

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Die Physiker der Uni sind ausgezogen, jetzt wird für die Zeeck’sche Villa an der August-Bebel-Straße ein Käufer gesucht.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. „Das Konzept muss stimmen“, sagt Jana Blaschka vom Immobilienunternehmen Engel & Völkers, da müsse man sich schon die Zeit nehmen. Seit gut einem Jahr sucht sie einen Käufer für ein in der Hansestadt Rostock ganz besonderes Objekt – zum Preis von 2,45 Millionen Euro: die Zeeck’sche Villa an der August-Bebel-Straße.

Der Architekt Paul Korff baute sie im Jahr 1909 für den Rostocker Kaufmann Gustav Zeeck auf einem 1800 Quadratmeter großen Grundstück mit 49 Zimmern über vier Etagen und einer Wohnfläche von etwa 880 Quadratmetern. In den vergangenen Jahren nutzten Physiker der Universität das Gebäude, inzwischen sind sie in einen Neubau auf dem Südstadt-Campus umgezogen. Verkauft wird das Gebäude von einer Privatperson. Gekauft hatte der jetzige Eigentümer, ein Bauunternehmer aus Schleswig-Holstein mit einer Niederlassung in Mecklenburg, die Villa in den 90er Jahren. 1997 wurde sie teilsaniert.

Einen Käufer hat Jana Blaschka noch nicht, interessante Gespräche führe sie aber schon, ohne dass schon etwas spruchreif wäre. Investitionen werden nötig sein, weiß Jana Blaschka – immer in Absprache mit der städtischen Denkmalpflege, betont sie.

Eine Nutzung für Wohnzwecke kann sie sich kaum vorstellen, eher eine gewerbliche. Ein Käufer müsse das Gebäude so akzeptieren, Veränderungen könnten nur behutsam vorgenommen werden, hatte Stadtkonservator Peter Writschan bereits vor einem Jahr erklärt. Zu dem wünsche er sich eine Nutzung, die „eine gewisse Öffentlichkeit“ beinhalte.

Kaufmann Zeeck, der sein Kaufhaus in der Kröpeliner Straße hatte, heute Peek & Cloppenburg, baute sich sogar eine eigene Brücke über den Wallgraben, um von dem Grundstück aus schnell zu seinem Kaufhaus gehen zu können.

Aus Sicht der Denkmalpflege ist die Villa architektonisch besonders wertvoll, weil sie vollständig erhalten sei und wegen der besonderen Innengestaltung. Der Laager Architekt Paul Korff habe moderne und barockisierende Elemente vermischt. Der Bau unterscheide sich so von anderen Villen aus der Gründerzeit, so die Denkmalpflege Die Zeeck’sche Villa hatte zuletzt auch die Nachfahren des Rostocker Kaufmanns Gustav Zeeck, die inzwischen über ganz Deutschland verteilt leben, neugierig gemacht. Zwei Enkel waren extra nach Rostock gekommen, um sich die Villa anzusehen, berichtet Jana Blaschka. Dabei hätte sie selbst noch viel über die Geschichte der Familie Zeeck in der Hansestadt erfahren.

Korffs Spuren in der Hansestadt

Architekt und Baumeister Paul Korff (1875-1945) aus Laage hat zahlreiche Spuren in Rostock hinterlassen. So entwarf er in der Kröpeliner Straße das Gebäude für die Rostocker Bank, das lange von der Deutschen Bank genutzt wurde. Hinzu kommen Kaufhäuser, wie das Geschäftshaus C. Lehment (später „Grundgeyer“), dessen Fassade in das Kröpeliner-Tor-Center integriert ist, und weitere Wohnhäuser im Stadtgebiet. Zu den Korff-Bauten gehören auch das Verwaltungsgebäude der früheren Neptunwerft am Werftdreieck oder das Klubhaus des „Mecklenburgischen Jachtklubs“ in Gehlsdorf.

Thomas Niebuhr

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