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Sanitz Konzerte gehören zum Landleben

Freundeskreis Friedrich von Flotow organisiert in Sanitz seit 25 Jahren eine „Stunde der Musik“

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Der Kontrabassist Frank Thoenes und der Pianist Jens Hoffmann eröffneten das Konzertjahr 2017 in der Sanitzer „Obstblüte“. FOTO (2): JÜRGEN FALKENBERG

Sanitz. Auch beim kammermusikalischen Januarkonzert des Vereins „Stunde der Musik- Freundeskreis Friedrich von Flotow, Sanitz-Teutendorf“ war der Saal in der GBG „Obstblüte“ voller erwartungsfroher Musikliebhaber. Sie wurden vom Duo „Eccles“, dem Kontrabassisten Frank Thoenes und dem Pianisten Jens Hoffmann, nicht enttäuscht.

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Freundeskreis Friedrich von Flotow organisiert in Sanitz seit 25 Jahren eine „Stunde der Musik“

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Viel Beifall gab es auch in der Pause für die Ehrenvorsitzende des Vereins, Barbara Bathke (76), die darauf aufmerksam machte, dass der Verein nun 25 Jahre besteht. Ihr Dank ging an alle, die dem Verein über die Jahre die Treue hielten und ihn stärkten. „Wir begannen mit 30 Mitgliedern. Heute gehören über 100 Musikfreunde zum Verein“, sagte sie.

Ein Blick zurück. Kleine kammermusikalische Musiken gab es in Sanitz im Rahmen der CDU-Ortsgruppenarbeit bereits in der 70er Jahren. Die Initiatoren waren Heinz und Bärbel Bathke. Flotow wurde „entdeckt“, schließlich wurde er in Teutendorf geboren. Die Reihe „Konzertwinter auf dem Lande“, später die „Stunde der Musik“ mit höchkarätigen Künstlern, staatlich finanziert, konnten nach Sanitz geholt werden. 34 Konzerte waren bis 1990 zu erleben. Trotz der schlechten räumlichen Bedingungen kamen solch renommierte Künstler wie Antje Weithaas, Michael Sanderling, Annerose Schmidt oder das Vogler-Quartett nach Sanitz, denn „die intime Atmosphäre und ein sehr angenehmes und sachkundiges Publikum“ wurden in den Gästebüchern gelobt.

Im Mai 1990 gab es ein letztes subventioniertes Konzert. Über eine Wiederaufnahme der Konzertreihe wurde nachgedacht, denn es gab ein durch hochwertige Konzerte verwöhntes Publikum. Der „Freundeskreis“ bemühte sich, die „Stunde der Musik“ in die Marktwirtschaft zu retten. Nach dem ersten Konzert im Oktober 1991 wurde der neue Verein unter Vorsitz von Barbara Bathke gegründet.

Ein Jahr lang traten Künstler der Region wie Silvio Krause, Sonja Großmann oder das Hübner-Quartett auf. Ab 1993 konnten die Planungen für die alljährlichen bis zu sieben Konzerte durch Kontakte zu in- und ausländischen Künstlern, vor allem durch Barbara Bathke und die Vorsitzende Astrid Burkhard, gesichert werden. Mehr als 100 Konzerte waren seit 1991 zu erleben. Namhafte Künstler kamen nach Sanitz, so Ragna Schirmer (bereits fünf Mal), das Vogler-Quartett, das Trio Apollon oder die Katona-Twins.

Anliegen des Vereins war in all den Jahren die Förderung junger Musiker. Vor jedem Konzert hat der Nachwuchs seinen Auftritt vor großem Publikum. Gemeinsam mit der Kreismusikschule „Friedrich von Flotow“ gab es musikalische Wettbewerbe der Jugend in Sanitz. Zehn Jahre lang, ab 2002, förderte der Verein Corina Golomoz aus Moldavien an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) mit einem Stipendium. Nun ist sie (32) flügge und gastiert international. Ein neues Talent aus der Ukraine wird durch die Mitglieder des Vereins finanziell unterstützt. Oksana Goretska ( 17) ist hochbegabt und studiert an der HMT Klavier.

Alljährlich wird im „Blättchen“ auf die Ereignisse der Saison Rückschau gehalten. Dann werden auch die Vereinsausflüge, so nach Güstrow oder in die flotowsche Patronatskirche Stuer, immer mit Konzerten verbunden, beschrieben.

Friedrich von Flotow

Friedrich von Flotow, Namensgeber des Sanitzer Vereins, wurde am 27. April 1812 in Teutendorf bei Sanitz geboren.

Bereits 1983 wurde durch das Volkstheater zum 100. Todestag des Komponisten in Sanitz ein eigens einstudiertes Programm „Ach wie so fromm...“ vorgestellt.

Das Projekt „Flotow in Sanitz“, heute eigenständig als Bürgerinitiative, organisiert vielfältige Veranstaltungen, so das Teutendorfer Chorsingen oder Klavierkonzerte mit Matthias Kirschnereit.

Jürgen Falkenberg

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