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Krach um Evershagens stilles Örtchen

Evershagen Krach um Evershagens stilles Örtchen

Im Center am Scharren gibt es keine öffentliche Sanitäranlage mehr / Stadt reagiert bürokratisch

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Der Scharren gilt als Evershagens Zentrum. Hier gibt es Möglichkeiten, etwas zu trinken und zu essen. Doch eine Toilette gibt es nicht.

Quelle: Foto: J. Hegermann

Evershagen. Schon seit dem vergangenem Jahr haben die Evershäger ein Problem: Es fehlt eine öffentliche Toilette. Im Center am Scharren – quasi dem Zentrum des Stadtteils – gibt es für Kunden keine Möglichkeit mehr, auf die Toilette zu gehen.

„Wir haben derzeit keine Lösung parat“, sagt Niels Schönwälder (SPD), der Ortsbeirats-Vorsitzende von Evershagen. Jahrelang habe es zwar ein Sanitärhäuschen in der Nähe des Centers gegeben, doch das gebe es schon seit Februar 2015 nicht mehr. „Die Toilette in Evershagen wurde abgerissen, weil sie marode und nicht mehr instand zu halten war – und die Nutzerzahlen gegen Null gingen“, erklärt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Gründe seien nach Angaben des Ortsbeiratsvorsitzenden Vandalismus, Zerstörung und Fehlbenutzung gewesen. Einen Ersatzbau werde es von der Stadt jedoch nicht geben.

Denn es gebe eine Konzeption für Öffentliche Bedürfnisanstalten (ÖBA), nach der die Verwaltung der Hansestadt arbeitet. Der Bausenator erklärt: „Hier sind an touristischen Schwerpunkten – Warnemünde und Innenstadt – auch zukünftig Toiletten, sogar vermehrt Ersatz- und Neubauten in Planung.“ Doch in den anderen Stadtteilen im Gleichzug eben nicht mehr. Die Sanitäranlagen sollen sogar sukzessive zurückgebaut wenn, wenn eine Instandhaltung nicht mehr möglich sei.

Doch gerade hier – wie etwa nahe des Scharrens – würden sich viele eine Toilette wünschen. „Es gibt dort ein Café mit Getränken und warmem Essen. Wir hören häufig Beschwerden über die fehlende Toilette – gerade von älteren Leuten“, sagt der Ortsbeirats-Vorsitzende Schönwälder.

„Eine Zeit lang wurde die Toilette im Supermarkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“ Doch wieder wurde die Sanitäranlage nicht ordentlich genutzt, verdreckte und verstopfte. „Es gab auch keine Mitarbeiter, die sich extra darum gekümmert hätten“, erklärt Schönwälder. Doch es habe sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich jemand um die Ordnung und Sauberkeit der Sanitäranlage kümmere.

Letztlich wurde sie schnell wieder für die Öffentlichkeit geschlossen. „Eine Toilette bereitstellen – das muss der Supermarkt nämlich nicht.“ Ein Betrieb der Toilette innerhalb des Centers kommt jedoch auch für die Stadtverwaltung nicht infrage. „Wir empfehlen, dass sich die Gewerbetreibenden untereinander verständigen, ohne städtische Moderation. Das sollte möglich sein“, so Holger Matthäus.

Das Objekt, in dem sich das Café und der Supermarkt befinden, gehört der TLG Immobilien AG. „Die Kollegen vor Ort wissen um den Umstand und sind derzeit mit der Lösungsfindung beschäftigt“, erklärt Sprecher Christoph Wilhelm. Allerdings sei hier noch nichts spruchreif. „Deshalb kann ich momentan leider keine Informationen zu einer möglichen Lösung zur Verfügung stellen.“ J.

Hegermann

OZ

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