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Kraftsportler ersteigert Haus der Pioniere

Rostock-Steintor-Vorstadt Kraftsportler ersteigert Haus der Pioniere

Bei der Zwangsversteigerung gingen beide Eigentumsanteile für 1,2 Millionen an einen Bieter / Gläubiger-Bank DKB stimmt zu

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Der neue Eigentümer hat für die schmucke Villa gestern nach der Zwangsversteigerung 1,2 Millionen Euro gezahlt.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock-Steintor-Vorstadt. Das frühere „Haus der Pioniere“, die schmucke Villa in der Rosa-Luxemburg-Straße 3, ist verkauft. Für 1,2 Millionen Euro hat Lars Reumuth sie gestern bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht erworben. Damit kann der bisherige Eigentümer Volker Beecken zumindest seine Schulden bei der DKB-Bank bezahlen. Die Bank hatte als Gläubigerin die Zwangsversteigerung erwirkt. Zwei getrennte Miteigentumsanteile zu einem Verkehrswert von je 796000 Euro wurden bei der Zwangsversteigerung aufgerufen.

OZ-Bild

Bei der Zwangsversteigerung gingen beide Eigentumsanteile für 1,2 Millionen an einen Bieter / Gläubiger-Bank DKB stimmt zu

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Villa diente auch als Töchterheim

1896 übergibt Architekt Carl Heinig die Villa an den Hofdachdeckermeister Hans Christen. 1911 erhält sie Wilhelm Koch, dessen Witwe betreibt dort ein Töchterheim.

1950 schenkt Heinrich Wasmuth die Villa der Stadt, die es zum „Haus der Pioniere“ macht. 1998 kauft und saniert Projektentwickler Harald Lochotzke das Haus.

Mit dem Rostocker Lars Reumuth, der mit einem Partner mit Telekommunikationsgeräten und Unterhaltungselektronik handelt, gab es nur einen Bieter. Er erhöhte für den ersten Eigentumsanteil sein Gebot von 300000 auf 560000 Euro und für den zweiten Eigentumsanteil von 200000 auf 640000 Euro. Er legte vor Gericht die Sicherheitsleistung von rund 80000 Euro vor und erhielt für die Gesamtsumme von 1,2 Millionen Euro das Haus samt Grundstück. Es war der zweite Versteigerungstermin. Beim ersten Versuch im Oktober 2015 versagte die DKB den Zuschlag, obwohl der erste Eigentumsanteil von Artur Bree und der zweite vom Autohändler Uwe Birne ersteigert worden war. Sie hatten die mitbietende Ospa-Immobiliengesellschaft überboten. Die DKB verweigerte den Zuschlag, weil sie die Villa trotz der halben Anteile in eine Hand geben wollte. Gestern ist es gelungen. Außer Reumuth hat kein weiterer Bieter seinen Hut in den Ring geworfen.

Die Gläubigerbank hat einen Zwangsverwalter, Christopher Alff, eingeschaltet. Er bestätigte gestern vor Gericht, dass das Haus vollständig leer sei und er die Regulierung der beiden Wasserschäden im Haus und an der Fassade (die OZ berichtete) noch abschließen werde, auch wenn er das Haus an den neuen Eigentümer übergeben hat.

Lars Reumuth, der für den SV Barth mehrere Mannschaftstitel als Kraftsportler geholt hat, freute sich gestern über den Zuschlag. „Ich werde noch einmal investieren und in dem Haus Wohnungen einrichten“, sagt zu seinen Plänen. Es sollen ganz „normale Wohnungen“ in einem wunderschönen Haus werden, so Reumuth. Er werde jemanden beauftragen, der ein entsprechendes Projekt für das denkmalgeschützte Haus erarbeiten soll.

Wegen Zahlungsunfähigkeit wurde auch ein Insolvenzverfahren gegen den ehemaligen Rostocker Rechtsanwalt Volker Beecken am Amtsgericht Rostock eröffnet. Die Anträge dazu wurden von den Finanzämtern Rostock und Buchholz in der Nordheide, dem Wohnort Beeckens, gestellt. Der früher viel beschäftigte Anwalt, der vor Jahren sowohl Hansa als auch Empor vertreten hat, verlor im Dezember vergangenen Jahres seine Zulassung als Rechtsanwalt.

Insolvenzverwalter in seinem Fall ist der Rostocker Anwalt Herbert Hülsbergen. „Ich bin zufrieden, dass das Haus verkauft worden ist, nun kann ich das Verfahren ordnungsgemäß abschließen“, sagt Hülsbergen. Er verrät, dass der Erlös der Versteigerung sogar etwas höher als von ihm erwartet liege.

Hülsbergen hatte vor Gericht erklärt, dass beim Erwerb des Hauses durch ein Unternehmen, dies auch Umsatzsteuer zahlen müsse. Für Privatpersonen gelte das hingegen nicht. Beobachter der Versteigerung vermuten, dass dies vielleicht die anwesenden Vertreter der Ospa-Immobiliengesellschaft abgehalten habe, diesmal um Eigentumsanteile mitzubieten.

Von Thomas Sternberg

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