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Kreisschülerrat fordert mehr Mitsprache

Güstrow/Doberan Kreisschülerrat fordert mehr Mitsprache

Neuer Vorstand gewählt / Schüler sollen über ihre Rechte aufgeklärt werden / Internetseite geplant

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Gerlind Sell vom staatlichen Schulamt Rostock unterstützte die Schülervertreter bei der Wahl des neuen Kreisschülerrates.

Güstrow/Doberan. Welche Arbeiten dürfen bewertet werden? Wie viele Tests dürfen an einem Tag geschrieben werden? Und wie viele in einer Woche? Es sind Fragen, welche die meisten Schüler nicht beantworten können, sagt Jakob Rese aus Schwaan. „Es ist ein ganz großes Problem, dass die Schüler ihre Rechte nicht kennen“, betont der 18-Jährige. Und um das zu ändern, hat sich Rese erneut zum Vorstandsvorsitzenden des Kreisschülerrates im Landkreis Rostock wählen lassen. Seine Stellvertreter sind Matty Schiller und Janosch Beck. Als Beisitzer fungieren Katherina Scholz und Lena Lemke. Die Wahlperiode dauert zwei Jahre. Sechs Delegierte sind zudem für den Landesschülerrat gewählt worden.

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Neuer Vorstand gewählt / Schüler sollen über ihre Rechte aufgeklärt werden / Internetseite geplant

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Vor vier Jahren gegründet

„Meckern kann jeder, aber anpacken muss auch mal einer. Wir wollen unseren Landkreis und den Schulalltag verändern“, sagt Rese. Er besucht das Regionale Berufliche Bildungszentrum in Güstrow und ist schon seit Beginn des Kreisschülerrates dabei. „Vor vier Jahren haben wir uns im jetzigen Landkreis neugegründet“, blickt Rese zurück. Am Anfang habe sich der völlig neu aufgestellte Rat erst einmal finden und gucken müssen, wo er sich überhaupt trifft. Es habe auch viele Gespräche mit Kommunalpolitikern aus dem Landkreis gegeben. „Zusammen haben wir geschaut, was wir machen können“, sagt Rese.

Wichtige Themen seien dabei unter anderem Jugendclubs und Schulsozialarbeit gewesen. „Wir haben auch Lösungen gefunden.“ Ein Erfolg sei gewesen, dass in Schwaan eine Kooperation zwischen Grundschule und Jugendclub auf den Weg gebracht worden sei. „Das Konzept ist nun auch auf andere Gemeinden übertragen worden“, sagt Rese und nennt Sanitz als Beispiel.

Starkes Gemeinschaftsgefühl

In der Regel treffe sich der Vorstand einmal im Monat in Bad Doberan oder Güstrow. Weil ein Mitglied aus Hohe Düne komme, gebe es auch dort hin und wieder eine Sitzung. Zusätzlich haben sich der Schülerrat in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt, die alle zwei Wochen zusammenkommen. Eine kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit, eine um den Kreistag, die dritte geht in die Schulen, um Seminare zu geben sowie rechtliche Grundlagen zu vermitteln. Auch werde alle zwei Wochen ein Newsletter per E-Mail an die Mitglieder geschickt. „Wir haben ein starkes Gemeinschaftsgefühl“, sagt Rese.

Internetseite in Arbeit

Derzeit arbeite der Kreisschülerrat an einer eigenen Internetseite. Ein entsprechender Antrag sei beim Landkreis gestellt worden. „Wir wollen nicht nur die Schülersprecher, sondern alle Schüler erreichen.“ Gesetzänderungen, aktuelle Veranstaltungen und andere wichtige Neuigkeiten könnten zur Zeit aber auch im sozialen Netzwerk Facebook über „@KSRLRO“ nachgelesen werden. Laut Rese hat es gerade einen großen Umschwung gegeben. Bei der Wahl des Kreisschülerrates vor einer Woche sei die Hälfte der rund 35 Schülervertreter aus dem Landkreis neu gewesen. „Es gibt dadurch viele neue Ideen und neue Motivation.“ In zwei Workshops sei das Basiswissen für die Schülerratsarbeit vermittelt worden. „Es wurden zum Beispiel die Aufgaben und Funktionsweise des Kreisschülerrates und der Schulmitwirkung erläutert“, sagt Rese.

Teilnahme an Konferenzen

Über Flyer, Broschüren und soziale Medien sollen die Schüler im Landkreis nun verstärkt über ihre Rechte aufgeklärt werden. Aber auch für die Lehrer sei es hier schwer, den Überblick zu behalten, so der Vorsitzende des Kreisschülerrates. „Jedes Jahr gibt es neue Erlasse.“

Fakt sei laut Rese, dass Klassensprecher an Klassenkonferenzen teilnehmen müssen, um ihr Mitspracherecht wahrnehmen zu können. „Mich geht es nichts an, wer versetzungsgefährdet ist oder wie die Lehrer meine Mitschüler beurteilen. Aber welche Projekttage geplant sind, interessiert mich und meine Klassenkameraden schon“, betont er. Bei Klassenfahrten müssten die Schüler etwa mitentscheiden dürfen, ob es nach Schwerin oder Rom gehe.

Schülerrat stets erreichbar

Der Kreisschülerrat ist über die E-Mail-Adresse ksr-lro@web.de erreichbar. „Hier kann sich jeder Schüler aus dem Landkreis bei uns melden“, sagt der Vorstandsvorsitzende Jakob Rese. Auch über das soziale Netzwerk Facebook könne mit dem Rat Kontakt aufgenommen werden. Über die Sucheingabe @KSRLRO

gelangen Interessierte auf die entsprechende Seite. Demnächst soll

es dann auch eine eigene Homepage geben.

André Wornowski

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