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Kritik an Vergleich mit Nazi-Größe

Stadtmitte Kritik an Vergleich mit Nazi-Größe

Die Mitglieder der Jungen Union (JU) und der CDU haben in Toitenwinkel am Sonnabend einen Vorstoß gegen die Ilja-Ehrenburg-Straße unternommen (die OZ berichtete).

Stadtmitte. Die Mitglieder der Jungen Union (JU) und der CDU haben in Toitenwinkel am Sonnabend einen Vorstoß gegen die Ilja-Ehrenburg-Straße unternommen (die OZ berichtete). Diese soll umbenannt werden. Nun reagiert die Linke auf diese Forderung: „Den Juden Ilja Ehrenburg mit Goebbels gleichzusetzen, wie es der CDU-Kreisvorsitzende tut, zeugt von Geschichtsvergessenheit, die traurig und wütend macht", kritisiert der Co-Kreisvorsitzende der Rostocker Linke, Carsten Penzlin, die Kampagne der Jungen Union und der CDU. Die kritisierten propagandistischen Aussagen Ehrenburgs über den deutschen Kriegsgegner sind nur im geschichtlichen Kontext zu begreifen, heißt es – nämlich den Überfall auf die Sowjetunion, die Ermordung von Millionen Menschen, der verzweifelte Kampf ums Überleben. „Ich empfehle der Rostocker CDU, sich für die Lösung der wahren Probleme in dieser Stadt einzusetzen“, erklärt Penzlin.

„Ehrenburg war kein Feind des deutschen Volkes, sondern wollte seine Mitbürger zum Kampf gegen die Invasoren mobilisieren. Wer diese Tatsachen außer Acht lässt, setzt sich dem Verdacht aus, mit billiger politischer Stimmungsmache die Versöhnung von Deutschen und Russen zu torpedieren“, ergänzt Phillip Bock, Mitglied des Landesvorstandes der Linken.

OZ

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