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Krömer in Rostock: Jede Beleidigung bringt einen Lacher

Südstadt Krömer in Rostock: Jede Beleidigung bringt einen Lacher

Wenn der Künstler auf der Bühne der Stadthalle im Berliner Dialekt sein Publikum beschimpft und beleidigt und dafür noch Applaus bekommt, dann ist Kurt Krömer mal wieder in Rostock.

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Komiker Kurt Krömer hat am Mittwochabend rund 1700 Besucher in der Rostocker Stadthalle belustigt.

Quelle: Ove Arscholl

Südstadt. Wenn der Künstler auf der Bühne der Stadthalle im Berliner Dialekt sein Publikum beschimpft und beleidigt und dafür noch Applaus bekommt, dann ist Kurt Krömer mal wieder in Rostock. So auch gestern Abend. 1700 Besucher lachen sich halb schlapp, als Krömer in die Menge geht und beginnt, einzelne Besucher persönlich zu begrüßen – mit Umarmung und deftigen Zungenküssen.

„Ich bin krank“, gesteht er. „Also vom Gehirn her. Körperlich bin ich fit.“ – Gelächter. Krömer schnaubt laut in ein Taschentuch. – Gelächter. Krömer beginnt zu rauchen und fordert eventuell anwesende Schwangere auf, den Saal zu verlassen. „Ich muss auf der Bühne rauchen, denn in der Garderobe darf ich nicht“, erklärt er. – Gelächter. Es läuft. Dann beginnt der Profi-Choleriker vom Leder zu ziehen und pöbelt nicht mehr nur sein Publikum an, sondern erzählt von Erfahrungen beim Baumarkteinkauf, auf dem Polizeirevier und bei der Mülltrennung. Er habe er eine gelbe Tonne von der Berliner Stadtentsorgung angefordert. Doch er sei auf taube Ohren gestoßen, weil er in einem „Sacksammelgebiet“ wohne.

Zwischendurch brüllt er einzelne Zuschauer an. Wartet auf Antworten auf seine Fragen. „Dit is' 'ne interaktive Jeschichte hier heute, ja? Nicht, dass Ihr denkt, dit ist wie Fernsehen, hier!“ Krömer ist immer auf Krawall aus. Aber das sei nicht mehr so einfach, wie früher. So habe er sich extra ein Haus gekauft. „Nicht wegen dem Haus. Ick wollte Stress!“ Mit den Nachbarn! Doch dann habe er bemerkt: „Is' nich' mehr!“ Doch da ist ja immer noch das Publikum: „Dit soll jetzt der Pausenapplaus jewesen sein? Ick bin seit 20 Jahren uffe Bühne, dit is der traurigste Tag“, meckert er. Er habe sich gefreut auf Rostock, aber viel sei nicht mehr übrig. „Das ist anstrengend, wenn man hier seinen fetten Arsch auf die Bühne schleppen muss“, erklärt er brüllend und spielt die beleidigte Leberwurst. Und erntet wieder – Gelächter.

ove

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