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Künstler sprühen Dorfchronik an Wände

KRITZMOW Künstler sprühen Dorfchronik an Wände

Zwei Sprayer haben das Abwasserpumpwerk „Am Pingelsteich“ in ein Kunstwerk verwandelt

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Bürgermeister Leif Kaiser (v. l.), Künstler Jörg Schünemann, Jens Niendorf (Eurawasser), Künstler Robert Hochstaedter und Stefan Bräunlich (Abwasserverband) stehen vor dem Kunstwerk.

Quelle: Mathias Otto

Kritzmow. Über eine Dorfchronik verfügt die Gemeinde Kritzmow schon längst. Jetzt sind einzelne Fotos überdimensional auf einem Abwasserpumpwerk in der Straße „Am Pingelsteich“ zu sehen. Jörg Schünemann und Robert Hochstaedter von der Rostocker Firma Dosensport griffen zu Spraydosen und haben das Bauwerk in ein Kunstwerk verwandelt. „Ich bin begeistert. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass so etwas Großartiges entstehen kann“, staunte gestern Bürgermeister Leif Kaiser (CDU).

Großes Aufgabenfeld

Die von den Künstlern erstellten Graffiti sind als Auftragsarbeiten in vielen Metropolen und Städten in ganz Deutschland wiederzufinden. Unter anderem gehören Auftragsgraffiti, Wandmalerei, Werbung, Jugendprojekte für künstlerisch orientierte Projekte zu ihrem Aufgabenfeld.

Die typischen Felder rings um Kritzmow sind dort zu sehen, dazu in zehn verschiedenen Blautönen Bilder aus vergangenen Tagen. Mittendrin das Kritzmower Wappen, das zu größten Teilen aus gelb und blau besteht. „Wir haben uns bei diesem Werk an diese Farben gehalten. Das passt am besten“, sagt Jörg Schünemann. Wer jetzt von der Straße „Am Pingelsteich“ kommt, sieht sofort einen Kutscher, der durch das Dorf fährt. An einer weiteren Wand wurde die alte Tankstelle „Standard“ als Motiv gewählt, auch ein Traktor, ein Mähdrescher und ein altes Gutshaus sind zu sehen. Das Werk solle laut Schünemann wie ein überdimensionales Foto wirken. „Unten die Felder, darüber quellen dicke Wolken auf. Und in ihnen wird die Geschichte erzählt“, sagt er.

„Aus ästhetischen Gründen haben wir an allen vier Wänden Motive gewählt, die am besten umsetzbar sind und gleichzeitig die Geschichte der Gemeinde Kritzmow wiedergeben“, erklärt Robert Hochstaedter.

Die Künstler können auch von interessanten Begegnungen während der dreiwöchigen Arbeiten am Abwasserpumpwerk berichten. Eine Frau hatte den beiden Männern die Geschichte zur damaligen Tankstelle erzählt. Ein Mann, der dort vorbeiging, konnte sich sofort wieder daran erinnern, dass er auch einst auf dieser Kutsche gesessen hatte.

Zustande gekommen ist dieses Kunstwerk in Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten am Pumpwerk, das von diesem Standort das Abwasser von Stäbelow und Kritzmow nach Rostock leitet. „Die Fassade musste neu gemacht werden. Damit das Pumpwerk anschließend nicht in nur einer tristen Farbe erscheint, haben wir den Kontakt zu den Künstlern gesucht“, sagt Jens Niendorf, Eurawasser-Gebietsleiter für den Bereich Rostock-Land.

Auch ein weiteres Kunstwerk der beiden Rostocker soll in der Gemeinde Kritzmow an einer anderen Stelle entstehen. Im September werden sie ein Trinkwasserwerk, das an der Satower Straße steht, besprühen. Diesmal mit Motiven aus der Landwirtschaft.

Mathias Otto

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