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„Kuhlness“ bei Rettung gefragt

TESSIN „Kuhlness“ bei Rettung gefragt

Kuh stürzt in Recknitz bei Tessin / Dramatischer Feuerwehreinsatz findet gutes Ende / Bergung mit Traktor

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Nach der Rettung musste das sichtbar erschöpfte Tier mit einer Decke gewärmt werden.

Tessin. Bei diesem Einsatz war jede Menge „Kuhlness“ bei den Rettern gefragt. Eine in der Recknitz bei Tessin versunkene Kuh hat gestern Nachmittag einen nicht alltäglichen Feuerwehreinsatz nach sich gezogen. Am Ende konnte sie zwar erschöpft, aber wohlbehalten gerettet werden.

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Kuh stürzt in Recknitz bei Tessin / Dramatischer Feuerwehreinsatz findet gutes Ende / Bergung mit Traktor

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Wie es an der Einsatzstelle hieß, hatte sich eine größere Kuhherde zunächst von einer Weide in der Nähe von Ehmkendorf entfernt. Eines der Tiere kam offenbar zu nah an die Recknitz heran und stürzte in den kalten Fluss. Ein Arbeiter, der gegen Mittag das Schilf gemäht hatte, entdeckte den hilflosen Vierbeiner in der Recknitz und alarmierte die Polizei. Die wiederum leitete den Notruf an die Rettungsleitstelle des Landkreises Rostock weiter. So kam kurze Zeit später die Freiwillige Feuerwehr Thelkow zum Einsatz. Nachdem die Männer den nur schwerlich zu erreichenden Unglücksort ausfindig machen konnten – zunächst hatten sie lange den Fluss abgesucht –, sollte eigentlich die Rettung der Kuh beginnen. Doch das stellte sich gar nicht so einfach dar.

Denn ein zweites Tier, eine „Beschützerkuh“, hatte sich neben der verunglückten eingefunden und ließ zunächst niemanden heran. „Erschwerend kam hinzu, dass wir eine Kuhherde hatten, die wir erst einmal ein wenig mit Vorsicht genießen mussten, denn mit Kühen haben wir keine Erfahrung“, sagte Andreas Schwarz von der Thelkower Feuerwehr. So musste zunächst die Herde vertrieben werden. Während die „Unglückskuh“ nur noch mit dem Hals aus der Recknitz guckte und qualvolle Laute von sich gab, überlegten die Feuerwehrleute, wie sie die beschützende Kuh vertreiben konnten. Mit einem Stock für einen etwaigen Angriff bewaffnet, näherten sie sich der „Beschützerkuh“. Nach kurzem und guten Zureden gelang es, das Tier zu vertreiben und somit den Weg zur Rettung zu ebnen.

Zunächst versuchten die Feuerwehrleute, die versunkene Kuh zu beruhigen, vorsichtig wurde ihr dann ein Strick um den Kopf gelegt. Doch immer wieder scheiterten die Rettungsversuche an dem schlammigen Untergrund. Das Tier rutschte mit den Hinterläufen immer wieder in die Recknitz zurück. „Das Gelände war sehr nass und feucht, wir kamen ja auch mit dem Auto nicht an die Einsatzstelle heran“, beschrieb Schwarz die schwierige Situation.

Schließlich entschied man sich, die Rettungsaktion zusammen mit dem zuständigen Landwirt und der Hilfe eines Traktors anzugehen. So wurde der Strick an dem Fahrzeug befestigt, das andere Ende um den Kuhkopf gelegt. So gelang es dann doch noch, das schwere Tier vorsichtig aus dem Fluss zu ziehen. Völlig erschöpft blieb die Kuh danach erst einmal auf der Weide liegen. Mit einer Decke wurde sie noch liebevoll abgedeckt. „Jetzt muss sie sich erst einmal beruhigen“, sagte einer der an der Rettungsaktion beteiligten Landwirte. Für die Thelkower Feuerwehr war der bisher ungewöhnlichste Einsatz überhaupt damit beendet. „Zu einer Kuhrettung sind wir noch nie alarmiert worden“, sagte Andreas Schwarz abschließend. Aber auch das gehöre eben zum Alltag eines Feuerwehrmannes.

• Video: www.ostsee-zeitung.de

Stefan Tretropp

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