Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
3900 Fans: Pur verbreitet Partystimmung in der Stadthalle

Südstadt 3900 Fans: Pur verbreitet Partystimmung in der Stadthalle

Die Deutsch-Pop-Gruppe aus Baden-Württemberg gastierte gestern Abend nach langer Nordosten-Abstinenz in der Hansestadt / Gassenhauer und neue Titel kamen gut an

Voriger Artikel
Les Bummms Boys im OZ-Studio
Nächster Artikel
600 Gäste bei „Kultur trifft Genuss“

Die Band Pur um Sänger Hartmut Engler ist gestern vor rund 3900 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle aufgetreten. Fotos (4): Ove Arscholl

Südstadt. Partystimmung in der Stadthalle: Gestern Abend hat die Gruppe Pur 3900 Zuschauer zum Mitsingen und Tanzen animiert. Und das von der ersten Sekunde an. Während bei anderen Konzerten das Publikum erst warm werden muss, sind die Pur-Fans schon heiß, wenn die ersten Riffe erklingen. Selbst bei den Titeln der aktuellen Scheibe „Achtung“ — so auch der Name der Hallentour — sind die Rostocker bereits textsicher.

OZ-Bild

Die Deutsch-Pop-Gruppe aus Baden-Württemberg gastierte gestern Abend nach langer Nordosten-Abstinenz in der Hansestadt / Gassenhauer und neue Titel kamen gut an

Zur Bildergalerie

„Wer hält die Welt?“, fragt sich Frontmann und Sänger Hartmut Engler zu Beginn der Show. Sicherlich die „Freunde“, die er im dritten Song nicht nur besingt, sondern sich auch macht. Die Konzertbesucher sind Feuer und Flamme, kennen jede Zeile — er lässt sie schließlich eine ganze Weile selbst singen. Im Innenraum stehen Frauen, die ihre Männer ansingen und fröhlich umtanzen. In den teils sehr jungen Cliquen sind es ebenfalls die Mädchen, die eifrig von einem Fuß zum anderen hüpfen. Frauen haben eben das „Tanzgen“ — und das aktiviert die Band mit fast jedem Popsong.

„Wir sollten öfter vorbei kommen“, sagt Engler beeindruckt von so viel Energie, die ihm da entgegenströmt. Einmal hält er kurz inne, um nach der Präsentation von „Achtung“ die Liedzeilen über Respekt voreinander — egal woher man kommt und wer man ist — fast schon beschwörend ans Auditorium zu richten. Nach der Zeitgeist-Nummer geht es beschwingt weiter. Dann lässt es sich Engler auch nicht nehmen, militaristisch im langen Ledermantel aufzutreten, die Uniform-Schiebermütze so weit ins Gesicht gezogen, dass die Augen verdeckt sind und dafür seine markante Nase im Vordergrund steht.

Der Habitus und die stakkatohafte Aufforderung „Tanz — nur — weiter — so“ erinnern an eine Domina.

Mit buntem Bühnenbild, über das viele Zuschauer lobend reden, kehrt Engler schließlich ins gewohnt poppig-leichte zurück. In ein Medley packen er und seine Band Gassenhauer wie „Hör gut zu“, „Herzbeben“ und „Indianer“. Zuvor geben sie dem jubelnden Publikum noch den Hit „Lena“. Mit dem verbindet der Ex-Rostocker und Jetzt-Berliner Sascha Path eine Geschichte: „Ich hatte mal eine Freundin, die so hieß.“ Der 30-Jährige wurde von Freunden mit dem Konzertbesuch überrascht. Unter einem Vorwand haben sie ihn in die alte Heimat gelockt. „Mit der Band verbinde ich eine gewisse Vertrautheit, weil sie irgendwie schon immer präsent war“, sagt er. Schön finde er außerdem, dass Pur „jedes Alter und alle Schichten“ in der Stadthalle vereine.

Die beiden Schwestern Monique und Carolin Lenz sind extra aus Tribsees angereist, um zum ersten Mal live bei Pur dabei zu sein. „Ich fand die Musik toll, die sie für den Trickfilm ,Spirit‘ gemacht haben. Dadurch bin ich auf sie aufmerksam geworden“, sagt Carolin Lenz (21). Ihre sechs Jahre ältere Schwester findet, dass die Texte „einem aus der Seele sprechen“. Ihr Lieblingslied „Abenteuerland“

kommt vor der ersten Zugabe. Zu „Drachen zähmen“ holen Pur noch Klima, die Vorgruppe, zurück auf die Bühne. Ebenfalls Schwestern, die mit Gitarre und Keyboard in Singer-Songwriter-Manier eine gelungene Einstimmung gaben.

Von Claudia Tupeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Schönberg
Smilla Hartmann sang „Writings on the Wall“, Sophie Sandmann begleitete sie dazu auf dem Klavier.

Mittlerweile zum achten Mal luden die Schönberger Gymnasiasten ein

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
OZ-Neujahrsempfang: MV – unser Land als Wahlheimat

400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport diskutierten in Rostock über die Flüchtlingskrise, die auch in diesem Jahr ein zentrales Thema in allen Medien sein wird.