Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 3 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
400 Sänger freuen sich auf die Proben

Barnstorfer Wald 400 Sänger freuen sich auf die Proben

Bundespräsident Joachim Gauck kam gestern zur Einweihung des neuen Gemeindechorhauses

Voriger Artikel
Sippel zur besten Newcomer-Band gekürt
Nächster Artikel
Museumsabend: Trachtengruppe stellt sich vor

Die fast 400 Sänger in den fünf Chören der Johannis-Kantorei freuen sich über den Platz im neuen Proberaum.

Barnstorfer Wald. Annähernd 400 Sänger können es kaum erwarten die Akustik des neuen Proberaums zu erleben, sagte Katleen Furthmann vom Förderkreis der St.

OZ-Bild

Bundespräsident Joachim Gauck kam gestern zur Einweihung des neuen Gemeindechorhauses

Zur Bildergalerie

Johannis-Kantorei und selbst Sängerin wohl stellvertretend für alle anderen. Mit einem großen Festgottesdienst wurde gestern Nachmittag nach nur neun Monaten Bauzeit im Barnstorfer Wald das neue Gemeindechorhaus der St. Johannis-Kantorei eingeweiht. Rund 1,5 Millionen Euro kostete der Neubau. Möglich wurde das nur, weil viele Institutionen, die öffentliche Hand und Privatpersonen Geld gaben.

Mit Bundespräsident Joachim Gauck kam gestern der wohl prominenteste Spender selbst vorbei.

25 000 Euro gab Gauck als Privatmann. „Ich wollte das Ganze ein bisschen mit anschieben und Menschen zum Spenden anregen“, verrät der ehemalige Pastor beim Kurzbesuch in der Heimatstadt. So hätten dann auch Nicht-Rostocker Geld gegeben. Obwohl es nicht leicht gewesen sei, den Termin einzuordnen, wollte es Joachim Gauck sich nicht nehmen lassen, bei der Einweihung nebst Lebensgefährtin Daniela Schadt dabei zu sein. „Ich wollte unbedingt kommen. Viele Menschen und Institutionen haben sich engagiert.“ Eigentlich würde er sich wünschen, Rostock häufiger besuchen zu können, erzählte Gauck, nachdem er mit dem Hubschrauber eingeflogen worden war.

Entstanden ist das Gemeindechorhaus als eingeschossiger Bau neben der Kirche. Auf gut 420 Quadratmetern gibt es einen großen teilbaren Saal, ein Büro für den Gemeindepastor sowie Küche, Garderobe, Toiletten und Lagerräume. Das Wort ergriff Joachim Gauck nicht, das überließ er anderen. Und viele musste Hans-Günter Eckel vom Kirchengemeinderat aufrufen. Zuletzt sprach Kantor Markus Langer von einem „großen Tag für die Kantorei“. Seit 50 Jahren gebe es im Barnstorfer Wald anspruchsvolle Kirchenmusikarbeit, aber immer habe diese auch unter der Enge gelitten. Aus eigenem Erleben als Chorsänger blickte Bischof Andreas von Maltzahn auf die beengten Verhältnisse zurück: „Manchmal, wenn wir mit dem Jugendchor im Gemeindesaal probten, war die Luft zum Schneiden.“ Jetzt hätten die fünf Chöre der St. Johannis-Kantorei einen eigenen Proberaum. „All die Mühen waren nicht umsonst. Gott hat seinen Segen nicht zurückgehalten“, sagte Bischof von Maltzahn.

Irdisch dagegen waren insbesondere die Mühen, das Projekt zu finanzieren. Probst Wulf Schünemann erinnerte daran, wie schwierig es war , das Projekt in die Finanzierung des Kirchkreises Rostock einzuordnen. „Es war eine der ersten schweren Entscheidungen in meiner Amtszeit.“ Ein Neubau war zunächst schwer zu vermitteln, da die Kirche ja Probleme hätte, bestehende Bauten zu erhalten. Am Ende blieb ihm gestern auch nichts anderes übrig, als der Gemeinde und der Kantorei zu gratulieren.

Das tat auch Mathias Brodkorb (SPD), seit vergangener Woche Ex-Bildungsminister und in dieser Eigenschaft von Beginn an Begleiter des Projekts. „Das war mir ein sympathischer Antragsteller, weil er nur einen kleinen Teil von öffentlicher Hand wollte.“ Das zeigte ihm, dass alle dieses Haus unbedingt wollten. Und deshalb habe er bei der Grundsteinlegung „leichtsinnigerweise“ gesagt, das Land werde mögliche Mehrkosten finanzieren. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob weitere 50000 Euro benötigt würden. Und da die Gemeinde das Geld doch nicht brauchte, spendierte Mathias Brodkorb sozusagen als eine der letzten ministeriellen Handlungen die Hälfte, also 25000 Euro für die künstlerische Gestaltung oder die Ausstattung.

Mit jährlich mehr als 50 Konzerten auf höchstem künstlerischem Niveau präge die St. Johannis- Kantorei das musikalische Leben in der Hansestadt und weit darüber hinaus, würdigte Bischof von Maltzahn.

Für Sängerin Kathleen Furthmann ist vor allem wichtig, dass nun endlich unter professionellen Bedingungen geprobt werden kann. „Wir Sänger stehen jetzt auf einem Podest, von dem aus wir den Dirigenten auch sehen können.“

• Bildergalerie unter www.ostsee-zeitung.de

Proberaum für fünf Chöre

400 Sänger in den fünf Chören können künftig einen eigenen Probenraum nutzen. Auf gut 420 Quadratmetern sind ein großer teilbarer Saal, ein Büro für den Gemeindepastor sowie Küche, Garderobe, Toiletten und Lagerräume entstanden.

1,5 Millionen Euro kostete das Gebäude. Der Kirchenkreis Mecklenburg hat den Bau mit 650000 Euro gefördert, Stadt und Land stellten gemeinsam 150000 Euro zur Verfügung. Unter anderem die Reemtsma-Stiftung gab 400000 Euro dazu. Durch private Spenden kamen zudem rund 200000 Euro zusammen.

Thomas Niebuhr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
99 Luftballons über den USA

1983 eroberten „99 Luftballons“ die US-Charts. Mehr als 30 Jahre später ist Nena nun zum ersten Mal auf Amerika-Tournee - inklusive Familie, Überraschungsgästen und vor allem natürlich dem Song, der sie in den USA zum ewigen „Ballon-Mädel“ gemacht hat.

mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Telefon: 03 81 / 36 54 10

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
E-Mail: lokalredaktion.rostock@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Cafe,Kultur,Freizeit,Tipps Teaser der den User auf die Seite Rostocker Geheimtipps führen soll image/svg+xml Image Teaser Rostocker Geheimtipps 2017-04-30 de Themenseite Rostocker Geheimtipps Junge Rostocker entwickeln im OZ-Labor frische Ideen für die OSTSEE-ZEITUNG. In der Serie OZ-Entdecker stellen sie ihre Geheimtipps für die Stadt vor.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Schauen und Staunen: Bilder-Festival am Ostseestrand

Am 16. Juni geht das Foto-Spektakel „Rostocker Horizonte“ in die dritte Runde. Bis Dienstag können Bilder eingereicht werden.