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Ambitioniertes Musical statt Turnhallen-Theater

Stadtmitte Ambitioniertes Musical statt Turnhallen-Theater

Freizeitprojekt am Innerstädtischen Gymnasium für Grundschüler und Familien

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Probe: Noch sind die Ränge in der Aula des Innerstädtischen Gymnasiums leer.

Quelle: Fotos: Lea-Marie Kenzler

Stadtmitte. Vom New Yorker Broadway und Londoner West End hat sich eine Rostocker Schule inspirieren lassen. Das Innerstädtische Gymnasium (ISG) bringt ein Musical für Grundschulkinder und Familien auf die Bühne – in kompletter Eigenleistung. Schüler und Lehrer schrieben das Textbuch, komponierten die Musik und sorgten sogar für Requisiten, Bühnenbild und Kostüme. „Schnuggel – oder wo wohnt das Glück?“ heißt das fertige Musiktheater. Noch laufen die Proben. Im April gibt es fünf Aufführungen, für die sich bereits mehr als 1000 Grundschüler am ISG angemeldet haben.

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Freizeitprojekt am Innerstädtischen Gymnasium für Grundschüler und Familien

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Fünf Aufführungen gibt es

Veranstaltungen sind am 20. April, 9.30 Uhr und 11.30 Uhr und am 21. April, 9.00 Uhr und 11.30 Uhr.

Am Sonntag, 23. April um 15 Uhr ist die Familienveranstaltung.

Eintritt für Familien: 5 Euro.

„Eigentlich ist es schon Tradition an unserem Gymnasium“, sagt Projektleiter und Lehrer Markus Riemer. Es ist das fünfte Musical aus der Feder der innerstädtischen Gymnnasiasten und Lehrer – ein Kinder-Musical gab es aber noch nie. „Die letzten Stücke waren geschichtlich und gesellschaftskritisch. Dieses Mal sprechen wir eine ganz andere Zielgruppe an“, erzählt Tom Schulz. Der 21-Jährige gehört gar nicht mehr zu den Schülern des Gymnasiums. Er studiert an der Universität Rostock, möchte Lehrer werden. „Ich bin immer noch dabei, weil ich mich auf der Bühne verwirklichen und die Erfahrung der Vorjahre weitergeben kann“, sagt der Student. Es ist nämlich etwas besonderes, dass nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch Alumni, also ehemalige Schüler, das Musical mitgestalten.

Besonders ist auch, dass Organisation, Vorbereitung und Proben in die Freizeit der Mitwirkenden fallen. Das sei aber kein Problem. „Der Zeitplan richtet sich nach uns Schülern. Die Proben in den Ferien wurden so gelegt, dass jeder aus dem Osterurlaub zurück war“, sagt Schülerin Lena Nowak (13).

Die Vorführungen am ISG seien keinesfalls ein improvisiertes Turnhallentheater. „Wir zeigen ein engagiertes und ambitioniertes Stück allgemeinbildender Schule“, so Riemer. Das Projekt verfolge für die Schule ein höheres Ziel als nur zu unterhalten. Es habe pädagogischen Wert und trage dazu bei, verantwortlich handelnde, starke und beziehungsfähige Persönlichkeiten zu fördern. „Ob organisatorisch, kreativ, musikalisch oder technisch. Schüler entdecken so auch ihre Talente“, so Riemer.

Ines Gottwald vervollständigt die Projektleitung und kümmert sich auch um die organisatorischen Details. „Wir haben vier Aufführungen für Grundschüler und eine Familienveranstaltung. Einigen Grundschulen mussten wir bereits absagen. Die Aula platzt aus allen Nähten“, sagt die Lehrerin. Gottwald und Riemer verstehen sich als Ratgeber, die vielfältigen Ideen kommen fast ausschließlich aus den Reihen der Schüler. Da bot es sich an, Kostüme und Bühnenbild in den Kunstkurs der 10. Klassen zu integrieren.

„Wir müssen uns auch aufeinander verlassen können. Das Musical bringt alle Klassen zusammen“, sagt Schülerin Nowak. Umso treffender ist es, eine märchenhafte Parabel über Freundschaft und Glück zu inszenieren. Was Glück ist und wo man es finden kann, ist Donnerstag, Freitag und Sonntag im ISG zu sehen, wenn sich der Bühnenvorhang öffnet.

Lea-Marie Kenzler

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