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Band spielt sich aus dem Stand auf schrecklich hohe Wolken

Rostock Band spielt sich aus dem Stand auf schrecklich hohe Wolken

Tony Enders und Melvin Bach sollten mit den Terrifying High Clouds auf dem Landesrockfestival eine Band vertreten. Doch plötzlich gewinnen sie den Bandwettbewerb und erreichen mit Mügget auch den zweiten Platz. Die OZ sprach mit den beiden.

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v.l: Richard Kämmert (Gitarre), Tony Enders (Schlagzeug), Marc French (Gesang) und Melvin Bach (Bass) als Terryfying High Clouds haben sich schon drei mal vergeblich für das Landesrockfestival beworben. Der Ausfall einer Band in diesem Jahr verschaffte ihnen unerwarteten Erfolg.

Quelle: Malte Schidt

Rostock. Wie war das für Euch, gleich mit zwei Bands beim Landesrockfestival anzutreten? Tony: Das war seltsam. Wir haben uns selbst gefragt, wie das ankommt.Melvin: Wir haben überlegt, uns zu maskieren. (lacht)Tony: Letztlich machen wir in beiden Projekten etwas komplett unterschiedliches. Mit den High Clouds machen wir Hip Hop-Funk, der unterhaltsam und auch mal lustig ist. Eigentlich ein Erlebnis für die ganze Familie. (lacht)Melvin: Mügget ist eher was für Musikbegeisterte. Technisch anspruchsvoll und daher wohl nicht für die breite Masse. Wie war es für die anderen Mitglieder von Mügget? Gab es Neid? Melvin: Nein, wir feiern uns gegenseitig. Was hat euch von den anderen Bands abgehoben und zum Sieg verholfen? Melvin: Die Jury fand uns authentisch. Den Spaß, den wir auf der Bühne hatten, hat sich auf das Publikum übertragen. Wir stehen da aus Leidenschaft. Das hat wohl den Ausschlag gegeben. Was habt Ihr nach dem Sieg beim Landesrockfestival gemacht? Tony: Wir konnten uns gar nicht darauf konzentrieren. Melvin hat danach direkt Interviews gegeben, wir haben Feedback eingeholt, unsere Instrumente weggefahren und nach dem ganzen Drumherum waren wir einfach kaputt. Melvin: Zwei Tage später haben wir uns mit beiden Bands zum Essen getroffen und das dann gemeinsam ordentlich gefeiert. Ihr erhaltet für beide Projekte zusammen jetzt etwa 7000 Euro Fördergeld. Wofür wird es verwendet? Melvin: Der Großteil des Geldes ist eine Tourförderung. Wir brauchen mehr Reichweite. Also werden wir damit neue Aufnahmen machen, ein Video drehen, medial präsenter sein. Denn für eine Tour muss es erst mal Leute geben, die auch außerhalb von Rostock zu unseren Konzerten kommen mögen. Ihr studiert beide noch, haben sich eure Pläne fürs Leben verändert? Tony: Wir werden wohl nie beim Echo auftauchen. (lacht)Melvin: Ich will einfach nur Mucke machen. Ich empfinde es als belastend, so viel Zeit in Sachen zu investieren, die mit der Musik eigentlich nichts zu tun haben. Vor dem Bundeswettbewerb „Local heroes“ in Salzwedel habe ich zwei Tage so viel anderes gemacht, ohne einmal einen Bass in die Hand zu nehmen. Das wollten wir eigentlich nie. Aber das gehört jetzt dazu. Wo seht Ihr die Band in fünf Jahren? Melvin: Hoffentlich haben wir eine Menge im Internet zu bieten, spielen auf vielen Bühen, sind über Streamingplattformen abrufbar und bleiben mit unserem Stil experimentierfreudig. Was sind eure Träume mit den Bands? Tony: In naher Zukunft auf dem Fusion-Festival spielen.Melvin: Mal eine Schallplatte machen.

 

Vielen Dank und viel Erfolg.Melvin: Danke.

Interview von Moritz Naumann

Moritz Naumann

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